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20200726175121

Briten sollen abnehmen - Vorbereitung auf zweite Coronavirus-Welle

12:58
26.07.2020
Die britische Regierung will mit einer großen Kampagne die vielen übergewichtigen Briten zum Abnehmen vor einer möglichen zweiten Coronavirus-Welle animieren. Allein in England sind fast 63 Prozent der Erwachsenen zu dick, wie aus Statistiken der Gesundheitsbehörden hervorgeht. Eine Regierungssprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, dass eine Kampagne zum Abnehmen geplant sei. Details sollen Montag veröffentlicht werden.

Die britische Regierung wolle die Kampagne mit etwa zehn Millionen Pfund (etwa elf Millionen Euro) unterstützen, berichtete am Samstag die Zeitung „The Guardian“. So müsse zum Beispiel auf Weinflaschen und Bierdosen künftig der Kaloriengehalt des Getränks verzeichnet sein. Werbung für Junkfood im Fernsehen soll erst spät abends erlaubt sein, so der „Guardian“. Übergewicht sei Experten zufolge der „wichtigste veränderbare Risikofaktor“ im Kampf gegen Covid-19.

Stefanie Heitmann

Ökonomen sehen Erholung der Konjunktur - Kritik an Corona-Hilfen

11:43
26.07.2020
Die Konjunktur in Deutschland ist nach Auffassung von Volkswirten führender Finanzinstitute nach dem Corona-Einbruch auf Erholungskurs. Dennoch sei für diesen Herbst eine Insolvenzwelle zu erwarten. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) warf der Bundesregierung unzureichende Hilfen für Unternehmen vor. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) deutete an, dass Firmen und Arbeitnehmer wohl längere Zeit leichter auf Kurzarbeit zurückgreifen können.

„Die Frühindikatoren stimmen optimistisch“, sagte Marc Schattenberg von der Deutschen Bank in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das zweite Quartal, in das der Höhepunkt der Corona-Krise fiel, sei überraschend robust verlaufen. Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe sagte mit Blick auf jüngste Indikatoren: „Die Rezession ist vorbei.“ Die deutsche Wirtschaft liege nicht mehr auf der Intensivstation. Die Lage bleibe aber kritisch, Rückschläge seien nicht auszuschließen.

Auch der Export habe wieder angezogen, die Ausfälle etwa im China-Geschäft seien nicht so groß wie befürchtet, sagte Schattenberg. Dennoch warnte er: „Im zweiten Halbjahr werden auch handelspolitische Risiken wieder in den Fokus rücken.“ Die Nachricht, dass ein ungeordneter Brexit nach Ende der Übergangsfrist Ende des Jahres wahrscheinlich sei, sei nicht gut, betonte er. Mit großer Unsicherheit werde die Entwicklung in den USA beobachtet, wo die Corona-Krise mit besonderer Wucht Schaden anrichtet.

Stefanie Heitmann