Letztes Update:
20200725170216

Südkorea erstmals seit Monaten wieder mit über 100 Corona-Fällen

08:49
25.07.2020
Zum ersten Mal seit nahezu vier Monaten ist in Südkorea die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen wieder auf mehr als 100 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilte, wurden am Freitag 113 neue Fälle verzeichnet. Damit kletterte die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen auf mehr als 14.000. Es gab bisher 298 Todesopfer in Verbindung mit Sars-Cov-2.

Der Anstieg war von den Behörden angesichts einer Zunahme eingeschleppter Fälle erwartet worden. Von den Neuinfektionen entfielen 86 auf Personen, die aus dem Ausland in Südkorea eingetroffen waren. Darunter waren 36 südkoreanische Bauarbeiter, die am Freitag in einer Gruppe von insgesamt 297 Südkoreanern mit zwei Militärflugzeugen aus dem besonders stark vom Corona-Ausbruch betroffenen Irak zurückgeholt wurden. Zudem wurde das Virus bei 32 russischen Matrosen von Handelsschiffen nachgewiesen.

Alle Ankommenden einschließlich südkoreanischer Staatsbürger müssen sich ungeachtet vorliegender Testergebnisse in zweiwöchige Quarantäne begeben. Südkorea hatte die Einschränkungen für soziale Kontakte und andere Schutzmaßnahmen gegen das Virus Anfang Mai gelockert. Doch hatte es seitdem immer wieder lokale Häufungen von Infektionsfällen gegeben, etwa unter Heimbewohnern und Kirchgängern.

Stefanie Heitmann

Radprofi Rick Zabel: Konzept für die Tour de France ist fragil

08:48
25.07.2020
Der deutsche Radprofi Rick Zabel hat Zweifel daran, dass die Tour de France in Corona-Zeiten komplett gefahren werden kann. „Das ganze Konzept ist fragil. Ich kann mir vorstellen, dass unter Umständen auch eine Tour de France abgebrochen werden muss“, sagte Zabel im Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Werden Fahrer positiv getestet, bleibt eigentlich nichts anderes übrig.“

Die diesjährige Tour de France soll nach jetzigem Stand am 29. August in Kopenhagen starten. Allerdings gibt es Spekulationen, den Ort des Starts nach Frankreich zu verlegen. Die Veranstalter haben für die Tour ein strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet. „Als ich den Hygienekatalog für uns Fahrer gesehen habe, war meine erste Reaktion: Wenn es so kompliziert ist, ein Radrennen stattfinden zu lassen, dann sollten wir uns vielleicht überlegen, ob wir das auf 2021 verschieben“, sagte Zabel.

Allerdings ist die Austragung des wichtigsten Radrennens der Welt aus finanziellen Gründen für den Radsport von riesiger Bedeutung. „Viele Teams kommen in Probleme, wenn die Tour nicht stattfindet. Es kann nicht das Ziel sein, den Radsport um Jahre zurückzuwerfen, weil alle Sponsoren aussteigen“, sagte Zabel, Sohn des früheren Radprofis Erik Zabel.

Stefanie Heitmann

Kretschmer: Zweite Corona-Welle ist schon d

07:30
25.07.2020
Die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bereits Deutschland erreicht. „Die zweite Corona-Welle ist schon da. Sie findet bereits jeden Tag statt. Wir haben jeden Tag neue Infektionsherde, aus denen sehr hohe Zahlen werden könnten“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Samstag). Die Aufgabe bestehe darin, mit den Gesundheitsämtern diese Welle jeden Tag neu zu brechen. „Das klappt erstaunlich gut.“

Nach Ansicht Kretschmers kann Deutschland durch sein föderales System viel präziser vorgehen als zentralistisch regierte Länder. Die Ministerpräsidenten könnten abwägen, was gezielt für einzelne Regionen geregelt werden könne.

Der deutliche Anstieg der gemeldeten Coronavirus-Fälle in den vergangenen Tagen beunruhigt das Robert Koch-Institut (RKI). „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden“, teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle lag deutlich höher als in den Vorwochen.

Kretschmer sieht in der Corona-Pandemie die erste zentrale gemeinsame Krisenerfahrung in Deutschland. „Und das Schöne ist: Die Menschen in Ost und West ticken in dieser Krise gleich.“ 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gebe es keine Unterschiede. „Corona ist der beste Beweis dafür, dass dieses Land zusammengewachsen ist.“

Stefanie Heitmann