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Entwicklungshilfswerk: Corona-Hilfe der EU für arme Länder beschämend

10:59
23.07.2020
Der Vorsitzende der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe, Karl Jüsten, fordert von der EU mehr Solidarität mit ärmeren Ländern in der Corona-Krise. Die Staatengemeinschaft habe ein riesiges Rettungspaket geschnürt. „Wenn es dann 750 Milliarden sein sollten oder wenn es dann doch weniger sind, ist es trotzdem insgesamt beschämend, wenn davon nur eine Milliarde Euro für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung steht und für die Bekämpfung der Pandemie in den ärmsten Ländern“, sagte er am Donnerstag in Berlin. Er mache sich größte Sorgen, kommentierte der Leiter der beim Entwicklungshilfswerk Misereor angesiedelten Organisation.

Gleichzeitig sprach Jüsten seine Unterstützung aus für die Forderung von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nach einem Wiederaufbau- und Stabilisierungsprogramm der EU etwa mit Stabilisierungskrediten in Höhe von 50 Milliarden Euro. „Die EU muss noch eine Schippe nachlegen, damit sie sich solidarisch zeigt mit der einen Welt“, forderte Jüsten. Organisationen hatten immer wieder angemerkt, dass die Corona-Krise gerade arme Länder besonders hart treffe.

Die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union hatten sich in der Nacht zu Dienstag auf ein 750 Milliarden Euro schweres Konjunktur- und Investitionsprogramm zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise verständigt.

Vanessa Ranft

24 neue Corona-Neuinfektion in Hamburg - Vor allem Reiserückkehrer

10:27
23.07.2020
In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen so deutlich wie lange nicht mehr gestiegen. Seit Mittwoch seien 24 weitere bestätigte Fälle hinzugekommen, teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mit. So viele Neuinfektionen habe es seit dem 15. Mai nicht mehr gegeben. Zumeist handele es sich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. „In den vergangenen Tagen haben sich sehr viele Rückkehrer aus Risikogebieten bei den Gesundheitsämtern gemeldet“, sagte eine Sprecherin. „Ein Großteil davon kam aus der Türkei.“ Sie befänden sich nun in Quarantäne.

Max Seidenfaden

Fraport sieht noch offene Fragen bei Corona-Tests

10:08
23.07.2020
Der Frankfurter Flughafen steht bei möglichen Coronatest „bereit, alles umzusetzen, was hilft und behördlich umzusetzen ist“. Das sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Donnerstag. Zunächst müsse man aber die genauen Vorgaben der Behörden abwarten. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich grundsätzlich drauf verständigt, dass Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden sollen. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden.

Am Freitag wollen die Minister weitere Details besprechen und ein Gesamtpaket beschließen. Die Tests sollen verpflichtend sein. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen hatte darauf hingewiesen, dass Mitarbeiter der Flughäfen nicht befugt seien, Passagiere auf ihren Gesundheitsstatus hin zu überprüfen.

An Deutschlands größtem Airport gibt es bereits seit knapp einem Monat ein Coronatest-Zentrum, das von dem Biotechnologie-Unternehmen Centogene betrieben wird. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport und der Lufthansa gestartet. Abfliegende und ankommende Passagiere können sich dort testen lassen. Das Angebot sei gut angelaufen und werde gut angenommen, sagte der Fraport-Sprecher.

Max Seidenfaden