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Berentzen schwächt Prognose wegen Corona ab

15:59
22.07.2020
Der Getränkehersteller Berentzen rechnet wegen der Corona-Pandemie mit einem deutlich schwächeren Jahresergebnis 2020. Statt einem Konzernergebnis (EBIT) zwischen 9,8 bis 10,8 Millionen Euro werde nun ein Ergebnis von 4,0 bis 6,0 Millionen Euro erwartet. Das teilte das Unternehmen in Haselünne im Emsland am Mittwoch mit. Der Umsatz werde nicht 167,9 bis 176,7 Millionen Euro erreichen, sondern 153,0 bis 160,0 Millionen Euro. 2019 hatte Berentzen 167,4 Millionen Euro umgesetzt.

Der stockende Absatz in der Pandemie treffe alle drei Sparten Spirituosen, alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme, wenn auch unterschiedlich stark. Nach vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr setzte das börsennotierte Unternehmen im ersten Halbjahr 73,5 Millionen Euro um nach 79,2 Millionen Euro im gleichen Zeitraum 2019. Das bereinigte Konzernergebnis (EBIT) sank von 5,0 Millionen Euro auf 2,1 Millionen Euro.

Das dritte Quartal werde noch deutlicher von den Corona-Folgen geprägt sein, teilte Berentzen mit. Eine Erholung werde zum traditionell starken vierten Quartal erwartet. Der genaue Halbjahresbericht soll am 11. August vorgestellt werden.

Eva Przybyla

Gesundheitsminister wollen Corona-Tests für Reiserückkehrer

15:39
22.07.2020
Wer aus sogenannten Risikogebieten im Ausland einreist, soll künftig unmittelbar nach der Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an deutschen Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Eine entsprechende Empfehlung beschlossen die Gesundheitsminister der Bundesländer nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz.

Eva Przybyla

Motorenhersteller MAN will 3000 Jobs in Deutschland abbauen

15:29
22.07.2020
Der Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions will fast 4000 seiner weltweit etwa 14 000 Arbeitsplätze abbauen. Allein in Deutschland sollen rund 3000 Mitarbeiter gehen, teilte das Augsburger Unternehmen am Mittwoch mit. Im Ausland sind 950 Beschäftigte betroffen. Das Unternehmen begründete dies hauptsächlich mit der Corona-Pandemie. Es erwartet auch in den kommenden Jahren stagnierende Umsätze und will die Kosten deswegen um 450 Millionen Euro senken. Das Unternehmen hat mehr als 120 Standorte weltweit.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kündigte an, in Gesprächen mit den Verantwortlichen des Unternehmens Unterstützungsmaßnahmen prüfen zu wollen. Er deutete an, dass es vielleicht Möglichkeiten im Bereich der Wasserstoff-Entwicklung geben könnte. Ziel sei die Rettung möglichst vieler der 4300 Jobs in Augsburg, sagte der Minister.

MAN Energy Solutions ist Teil des Volkswagen-Konzerns, soll allerdings verkauft werden. Die Augsburger Tochter hieß früher Diesel & Turbo und steht besonders für die Produktion von großen Motoren für Fracht- oder Kreuzfahrtschiffe. „Wichtige Geschäftsfelder des Unternehmens wie das Kreuzfahrtgeschäft sind unmittelbar von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen, und wir rechnen erst 2023 mit einer Erholung auf das Vorkrisenniveau“, sagte Vorstandschef Uwe Lauber.

Außerdem bietet das Unternehmen beispielsweise Dampfturbinen, Gasantriebe oder Generatoren zur Stromerzeugung an. Nach dem Restrukturierungsplan soll in Deutschland die Turbinenfertigung in Hamburg eingestellt und die Fertigung in Berlin verlagert werden. Nach Angaben der IG Metall sollen in Berlin knapp 200 von aktuell 429 Beschäftigten gehen. Darüber hinaus sollen im Rahmen des Sparprogramms auch Materialkosten gesenkt und das Produktangebot gestrafft werden.

Eva Przybyla