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Rehau wird zum Corona-Hotspot in Franken

12:29
22.07.2020
Neuer Corona-Hotspot in Franken: Mit Massentests und geschlossenen Schulklassen will Rehau einen Corona-Ausbruch eindämmen. In der Kleinstadt im Landkreis Hof waren nach mehr als einem Monat ohne neue Infektionen innerhalb weniger Tage 15 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Der erste Covid-19-Fall sei ein Familienvater gewesen, sagte Landrat Oliver Bär (CSU) am Mittwoch. Bei zwei seiner Kinder sei das Virus ebenfalls nachgewiesen worden. Deshalb stehen auch zwei Schulklassen in Rehau unter Quarantäne.

„Bislang gibt es mit Ausnahme der Kinder des Familienvaters keine positiv Getesteten in der Schule“, sagte Bär. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, können sich alle der knapp 10 000 Einwohner seit Mittwoch kostenlos an einer mobilen Teststation auf das neuartige Virus testen lassen. An drei Nachmittagen werden dort Abstrich gemacht. Zudem soll es Tests in den Seniorenheimen geben.

Die Behörden versuchen nun zu klären, ob der Vater tatsächlich der erste Infizierte in Rehau war und wo er sich angesteckt hat. „Wir ermitteln die Ansteckungswege. Abschließende Aussagen lassen sich dazu noch nicht treffen“, sagte Bär.

Mit den 15 Fällen gilt der 95 000 Einwohner zählende Landkreis Hof bislang nicht als Corona-Risikogebiet. Als dieses gelten Regionen oder Orte, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100 000 Einwohner in 7 Tagen übersteigt oder große Unsicherheit über die tatsächliche Ausbreitung herrscht. Diese Risikogebiete benennt das Robert Koch-Institut (RKI).

Max Seidenfaden

Wegen Corona-Fällen in Imbiss werden mehr als 400 Gäste kontaktiert

12:06
22.07.2020
Nach den sechs Corona-Fällen in der Belegschaft eines Kieler Imbisses sind auch die übrigen der 15 Beschäftigten auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich am Donnerstag vorliegen, wie eine Sprecherin der Stadt Kiel am Mittwoch sagte. Das gesamte Personal befindet sich weiter in Quarantäne.

Das Gesundheitsamt nimmt unterdessen Kontakt zu den mehr als 400 Gästen auf, die in der Woche vor Schließung des Ladens am Montag in dem Imbiss gegessen haben. Die Mitarbeiter erkundigen sich über den Gesundheitszustand der Betroffenen, sagte die Sprecherin. Sie hätten aber keinen näheren Kontakt zu den Mitarbeitern gehabt. Gäste würden in dem Laden im Hauptbahnhof nicht bedient, sondern holten sich das Essen am Tresen ab.

Nach Angaben der Stadt leben zwei der Infizierten in Kiel und zwei im Kreis Plön. Weitere Beschäftigte kommen aus Hamburg und dem Kreis Pinneberg.

Max Seidenfaden

Erstmals mehr als 5000 aktive Corona-Fälle in Tschechien

11:51
22.07.2020
In Tschechien schnellt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder hoch. Am Dienstag kamen 212 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch bekanntgab. Es war die höchste Zahl seit knapp einem Monat. Die Zahl der aktiv Infizierten stieg erstmals seit Beginn der Pandemie über die 5000er-Marke und lag bei 5046. Knapp 9000 Menschen galten als genesen. Mit der Erkrankung wurden 360 Todesfälle in Verbindung gebracht.

Nach Einschätzung der Behörde stehen lokale Corona-Hotspots hinter dem jüngsten Anstieg. In der östlichen Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien war deshalb die Maskenpflicht wiedereingeführt worden. In der nördlichen Region um Liberec (Reichenberg), die an Sachsen grenzt, wird der Mundschutz ab Freitag in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen wie beim Besuch von Apotheken verpflichtend.

Allein im Zusammenhang mit einer Party in einem Prager Nachtklub registrierten die Behörden 65 Fälle. Unter den Infizierten seien auch Fußballspieler mehrerer Drittligavereine, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsamts im tschechischen Fernsehen CT.

Max Seidenfaden