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20200723102752

Deutsche kaufen wieder mehr Klopapier

10:25
20.07.2020
Erst Hamsterkäufe, dann Umsatzeinbruch: Nach dem Auf und Ab der ersten Monate der Corona-Krise normalisiert sich die Nachfrage nach Toilettenpapier langsam wieder.

Zwar lag die Nachfrage nach Toilettenpapier Ende Juni noch rund 20 Prozent unter dem Niveau des gleichen Zeitraums 2019. Der Trend geht aber in Richtung des Vorjahresniveaus. Das könnte darauf hindeuten, dass die Vorräte bald aufgebraucht sind. Das geht aus Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“) darüber berichtet.

Patrick Reichelt

Corona-Krise setzt Stahlindustrie weiter zu

08:37
20.07.2020
Die Corona-Krise macht der deutschen Stahlindustrie weiterhin schwer zu schaffen. Auch im Juni lag die Rohstahlerzeugung mit 2,6 Millionen Tonnen um 27 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Montag mitteilte. Damit setzte sich die schlechte Entwicklung in den Monaten April und Mai unverändert fort. Insgesamt blieb die Stahlproduktion im zweiten Quartal um 26 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Im ersten Halbjahr lag die Stahlerzeugung alles in allem um rund 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Sarah Haferkamp

London sichert sich 90 Millionen Impfstoffdosen - auch aus Mainz

08:28
20.07.2020
Die britische Regierung hat sich Zugang zu 90 Millionen potenziellen Impfstoffdosen im Kampf gegen das Coronavirus gesichert. So schlossen das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer mit Großbritannien eine erste Liefervereinbarung zu einem in der Entwicklung befindlichen Vakzin. Vorbehaltlich einer behördlichen Genehmigung oder Zulassung sollen - voraussichtlich noch 2020 und 2021 - 30 Millionen Dosen des Impfstoffkandidaten „BNT 162“ geliefert werden, wie die Unternehmen am Montag berichteten.

Weitere 60 Millionen Dosen habe sich Großbritannien von dem Unternehmen Valneva gesichert, teilte der britische Wirtschaftsminister Alok Sharma am Montag in London mit. Das Unternehmen mit Sitz in Frankreich hat auch eine Produktionsstätte in Schottland. Es arbeitet an einem Vakzin mit inaktiven Coronaviren. Bereits zuvor hatte sich Großbritannien 100 Millionen Dosen eines Impfstoffes gesichert, an dem Forscher im britischen Oxford arbeiten.

Großbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Die britische Regierungsberaterin Kate Bingham warnte davor, „zu optimistisch zu sein“. „Es bleibt die Tatsache, dass wir möglicherweise nie einen Impfstoff bekommen“, sagte sie. „Und wenn wir einen bekommen, müssen wir darauf vorbereitet sein, dass es sich möglicherweise nicht um einen Impfstoff handelt, der vor einer Ansteckung schützt, sondern um einen, der die Symptome lindert.“

Biontech-Mitgründer und -chef Ugur Sahin aus Mainz zeigte sich optimistisch: „Wir befinden uns in fortgeschrittenen Gesprächen mit verschiedenen anderen Regierungen und hoffen, bald weitere Liefervereinbarungen bekanntgeben zu können“, teilte er mit.

Stefanie Heitmann