Thüringens CDU-Chef Mike Mohring lässt nach dem Eklat um die Ministerpräsidentenwahl im Landtag seine weitere politische Zukunft vorerst offen. Auf eine entsprechende Frage verwies Mohring am Freitag vor Beginn einer Präsidiumssitzung seiner Partei auf die Fraktionsvorstandswahlen in Thüringen im Mai. Er ließ aber auf mehrmalige Nachfrage offen, ob er bei diesen Wahlen in der Thüringer CDU-Fraktion wieder antritt.
Zudem verteidigte Mohring seine Ablehnung einer Neuwahl in Thüringen. „Neuwahlen lösen die Problematik der schwierigen Situation in Thüringen nicht auf.“ Nach einer Wahl könnte dieselbe politische Situation entstehen. Der Landtag müsse jetzt eine Lösung finden „und die liegt definitiv nicht in Neuwahlen“. Die Forderung nach einer Neuwahl habe viele Leute irritiert. „Die angedrohten Zwangsmaßnahmen haben nochmehr irritiert.“ Welche konkreten „Zwangsmaßnahmen“ er damit meinte, erwähnte Mohring nicht. Die Landes-CDU befürchtet bei einer Neuwahl erhebliche Stimmverluste.