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20200512060151

Bislang weniger eröffnete Insolvenzverfahren trotz Corona-Krise

08:16
11.05.2020
Die Vollbremsung für die Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie lässt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland bislang nicht explodieren. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts nahm die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent zu. Im April sei die Zahl der eröffneten Verfahren dagegen deutlich um 13,4 Prozent gesunken, teilte die Wiesbadener Behörde am Montag mit.
„Die durch die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu deren Eindämmung verursachte wirtschaftliche Krise spiegelt sich im März und April somit nicht in einem Anstieg der eröffneten Insolvenzverfahren wider“, erklärten die Statistiker. Dies sei jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht überraschend: Denn Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, hat der Gesetzgeber vorübergehend von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit. Zudem kann die Bearbeitung von Anträgen in manchen Gerichten derzeit länger dauern, weil auch dort der Betrieb teilweise nur eingeschränkt läuft.
Die Statistiker rechnen nicht damit, dass sich die amtlichen Zahlen, die das Bundesamt jeweils etwa zwei Monate später veröffentlicht, deutlich von der Schätzung unterscheiden werden. Über die Hälfte der Regelinsolvenzverfahren sind nach Angaben des Bundesamtes Unternehmenspleiten.

dpa

Johnson lockert Lockdown leicht

08:14
11.05.2020
Bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen setzt Großbritannien auf Vorsicht. Jetzt in dieser Woche sei nicht die Zeit, den Lockdown zu beenden, sagte Premierminister Boris Johnson am Sonntagabend in einer Fernsehansprache. „Wir müssen das Virus weiter kontrollieren und Leben retten“, erklärte er aus seinem Büro in der Downing Street, „und trotzdem müssen wir auch anerkennen, dass diese Kampagne gegen das Virus einen kolossalen Preis für unsere Art zu leben mit sich gebracht hat“. 
Ab der neuen Woche sollten alle Briten, die nicht von zu Hause arbeiten könnten, „aktiv ermutigt“ werden, ihrer Arbeit nach zu gehen. Beispielsweise gelte das für Menschen in der Bau- und Fertigungsindustrie. Öffentliche Verkehrsmittel sollten sie aber nicht nehmen - und außerdem Abstand bei der Arbeit halten.
Ab dem kommenden Mittwoch sei es allen Bürgerinnen und Bürgern wieder erlaubt, nach Belieben Sport im Freien zu machen. Bislang hatte es eine Begrenzung auf einmal am Tag gegeben. Mit anderen dürfe nur Sport gemacht werden, wenn sie im gleichen Haushalt lebten. Auch Sonnenbaden sei erlaubt.
Großbritannien hatte am 23. März den Lockdown verhängt. Damit wurde die Ausbreitung des Coronavirus zwar eingedämmt, aber die Zahl der Todesopfer bleibt hoch: Am Sonntag meldete das Vereinigte Königreich fast 32 000 Tote.
Hoffentlich könnten junge Kinder ab dem 1. Juni wieder in die Schule gehen, sagte Johnson. Restaurants, Cafés und weitere öffentliche Stätten könnten vielleicht einen Monat danach öffnen. Voraussetzung sei, dass die Lokale sicher seien und Distanz gewahrt werde.

AP

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