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Lufthansa-Chef: 10 000 Mitarbeiter weniger nach der Krise

15:40
24.04.2020
Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit einem Abbau von 10 000 Jobs in der Corona-Krise. Die Flotte werde um etwa 100 Flugzeuge schrumpfen, sagte der Vorstandsvorsitzende am Freitag in einer internen Botschaft an die Mitarbeiter. Bislang hatte die Lufthansa die Zahl von 7000 Stellen genannt, die krisenbedingt wegfallen könnten. Unter anderem soll der Betrieb der Gesellschaft „Germanwings“ eingestellt werden.

Vor Ausbruch der Pandemie hatte der größte Luftverkehrskonzern Europas weltweit rund 130 000 Mitarbeiter und 760 Flugzeuge. Der Konzern plante dabei schon vor der Corona-Krise den Verkauf der Catering-Sparte LSG Sky Chefs mit weltweit rund 35 000 Beschäftigten. Für das Europa-Geschäft mit rund 7000 Leuten war man sich bereits mit dem Konkurrenten Gategroup einig. Das Geschäft ist aber noch nicht abgeschlossen.
Spohr rechnet erst für das Jahr 2023 wieder mit einem Gleichgewicht für das Unternehmen, das dann ein anderes sein werde. „Wir waren als erste Branche von dieser weltweiten Krise betroffen und die Luftfahrt wird mit die letzte sein, die sie verlassen wird“, sagte der Lufthansa-Chef.
In der Krise rechne das Unternehmen mit zehn Prozent niedrigeren Erlösen und einer um zehn Prozent niedrigeren Auslastung, hieß es weiterhin. Man werde jährlich über eine Milliarde Euro für Zinsen und Tilgung der Kredite aufwenden müssen.

Lufthansa hatte am Donnerstag erklärt, dass man sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Corona-Krise retten könne. Es laufen Verhandlungen um milliardenschwere Staatshilfen. Dem operativen Verlust von 1,2 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten des Jahres werde im laufenden Quartal ein noch ein höheres Minus folgen, hatte das Unternehmen angekündigt. Der Konzern sei absehbar nicht mehr in der Lage, den laufenden Kapitalbedarf mit weiteren Mittelaufnahmen am Markt decken zu können.

dpa

Mehr als 50.000 Corona-Tote in den USA

15:23
24.04.2020
Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat die Marke von 50.000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Freitag starben inzwischen mehr als 50.030 Menschen an den Folgen einer Infektion. Die USA sind mit großem Abstand das Land mit den meisten bestätigten Corona-Toten weltweit.

AFP

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