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Maas warnt vor zweiter Corona-Welle - Kein normaler Sommerurlaub

09:35
24.04.2020
Bundesaußenminister Heiko Maas hat für einen sehr vorsichtigen Lockerungskurs bei den Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus plädiert, um eine zweite Welle der Pandemie zu verhindern. „Wir werden sehr, sehr vorsichtig mit den Lockerungen umgehen. Alles, was wir vermeiden wollen, ist eine zweite Welle, die uns deutlich härter treffen wird, sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich“, sagte der SPD-Politiker am Freitag nach einem Gespräch mit seiner schwedischen Kollegin Ann Linde in Berlin. „Das wollen wir unter allen Umständen vermeiden.“
Maas bekräftigte, dass er nicht mit einer normalen Sommerurlaubssaison in diesem Jahr rechne. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt müssen wir davon ausgehen, dass es einen Sommerurlaub, wie wir ihn kennen, in diesem Jahr nicht geben wird“, sagte er. In Deutschland gilt eine weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 3. Mai. Ende April soll entschieden werden, wie es damit weitergeht.

dpa

Frankreich schränkt den Verkauf von Nikotin-Pflastern ein

13:19
24.04.2020
 Frankreich hat den Verkauf von Nikotin-Pflastern und anderen Ersatzprodukten vorerst eingeschränkt, um Hamsterkäufe zu verhindern. Grund seien "gesundheitliche Risiken durch exzessiven Konsum oder Missbrauch nach Medienberichten über eine möglicherweise schützende Wirkung von Nikotin" vor der Lungenkrankheit Covid-19, hieß es am Freitag in einem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret.

Der Verkauf von Nikotinpflastern, -kaugummis oder anderen Ersatzstoffen im Internet wird dem Dekret zufolge ganz untersagt. Apotheken dürfen bis zum 11. Mai nur noch Mengen abgeben, die für eine einmonatige Behandlung der Nikotinsucht reichen. Gesundheitsminister Olivier Véran rief die Franzosen auf, sich nicht mit den Pflastern einzudecken. Er erinnerte daran, dass es "jedes Jahr 70.000 Tote durch Tabak in Frankreich gibt".

Bei einer französischen Studie mit 500 Covid-19-Patienten waren nur fünf Prozent der Betroffenen Raucher. Auch andere Studien scheinen den beteiligten Wissenschaftlern zufolge die These zu stützen, dass Nikotin eine positive Wirkung gegen das Coronavirus haben könnte. Andere Forscher warnten dagegen in französischen Medien vor voreiligen Schlüssen. Bisher galten Raucher als Risikogruppe.
Im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière soll nun die präventive wie auch die therapeutische Wirkung mithilfe von Nikotin-Pflastern untersucht werden.

AP

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