Der von Bund und Ländern vorgelegte Fahrplan für eine schrittweise Öffnung von Geschäften und Schulen ist aus Sicht der AfD nicht überzeugend. „Die beschlossenen Corona-Lockerungen sind in vielen Punkten unverständlich und widersprüchlich“, sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.
Beispielsweise sei nicht nachvollziehbar, warum Restaurants und Kirchen geschlossen bleiben sollten, während weitere Geschäfte öffnen dürften.
„Wenn die Menschen Hygiene- und Abstandsregeln im Supermarkt, beim Bäcker, an der Tankstelle und in Autohäusern - die demnächst wieder öffnen dürfen - einhalten können, dann können sie die selbstverständlich auch in Restaurants und in Kirchen einhalten“, sagte der AfD-Chef. Gerade in der Gastronomie kämpften viele kleine Unternehmen ums Überleben.
Gaststätten sollten deshalb - ausgestattet mit einem individuellen Abstands- und Hygienekonzept - so schnell wie möglich wieder öffnen dürfen, forderte Meuthen. „Und für die Kirchen gilt: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Gerade in Krisenzeiten könne der gemeinsame Gottesdienste Trost und Hoffnung spenden. Die Kirchen müssten daher sofort wieder für gemeinsame Gottesdienste geöffnet werden.