Letztes Update:
20200416093031

Menschenrechtler sehen Gefahren durch Corona für Indigene

09:04
16.04.2020
Menschenrechtler warnen vor einer wachsenden Bedrohung indigener Völker in der russischen Arktis durch die Corona-Pandemie. Im Norden des Landes gebe es nach den Großstädten Moskau und Sankt Petersburg die höchste Zahl an Infizierten, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Göttingen. Dies gefährde die traditionell dort lebende Bevölkerung.

Hintergrund sei der Rohstoffboom in den Polarregionen, durch den es viele Großbaustellen mit wechselndem Personal gebe. "Die Sami, Nenzen, Komi und anderen indigenen Völker zahlen einen hohen Preis für Russlands Wirtschaftswachstum", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius. Nach der Zerstörung der Umwelt werde "nun auch ihre Gesundheit gefährdet, um Russlands Zugriff auf Rohstoffe zu sichern".

KNA

Gates-Stiftung spendet armen Ländern 150 Millionen Dollar für Kampf gegen Corona

08:57
16.04.2020
Im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt die Stiftung von Bill und Melinda Gates arme Länder mit einer Spende von 150 Millionen Dollar. Zugleich rief die Stiftung am Mittwoch zu einer internationalen Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffes auf. Notwendig seien Milliarden Impfdosen, sagte Mark Suzman, Generaldirektor der Bill und Melinda Gates-Stiftung, am Mittwoch vor Journalisten. "Es gibt sieben Milliarden Menschen auf dem Planeten und wir müssen praktisch jeden impfen, aber wir haben nicht die Produktionskapazitäten", sagte Suzman. 

Die Stiftung stelle weitere 150 Millionen Dollar zur Verfügung, um die internationalen Bemühungen zu unterstützen, sagte Suzman. Ein Großteil des Geldes solle für die Entwicklung von Covid-19-Tests, die therapeutische Behandlung und Impfstoffe aufgewendet werden und sicherstellen, dass alles weltweit verfügbar sei. Ein Teil des Geldes solle den ärmsten Ländern in Südasien und im südlichen Afrika helfen, in denen es für den Kampf gegen das Corona-Virus an Material, Ausrüstung und Infrastruktur fehlt. Die Gates-Stifftung hatte bereits im Februar 100 Millionen Dollar gespendet. 

Die Stiftung unterstützt vor allem die Entwicklung eines Impfstoffes, der die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aufhalten könnte. Derzeit werden weltweit rund hundert potenziell Impfstoffe von Wissenschaftlern entwickelt und getestet.

AFP

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