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20200414120405

Rund 126 600 Corona-Nachweise in Deutschland - mindestens 2994 Tote

19:20
13.04.2020
In Deutschland sind bis Montagabend mindestens 126 600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: 124 100). Mindestens 2994 (Vortag Stand 20.15 Uhr: 2830) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 64 300 Menschen die Infektion überstanden. Damit gelten etwa die Hälfte der bisher erfassten Infizierten inzwischen als genesen. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weit darüber liegen - unter anderem, weil zahlreiche milde oder symptomlose Verläufe gar nicht durch Tests erfasst wurden.
Besonders hohe Infiziertenzahlen haben den Test-Statistiken zufolge Bayern mit mehr als 33 300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 834 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 26 900 Fällen und mindestens 613 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 24 800 bestätigten Fällen und mindestens 702 Toten.

dpa

„Kiez-Döner“ in Halle stellt wegen Corona Geschäft ein

19:31
13.04.2020
Der von dem rechtsextremen Terroranschlag in Halle betroffene „Kiez-Döner“ hat sein Geschäft eingestellt. Die Corona-Krise habe dazu geführt, dass der Betrieb schließen musste, bestätigte der ehemalige Inhaber Izzet Cagac am Montagabend. Er hatte den Imbiss ehemaligen Angestellten geschenkt, die während des Anschlags dort gearbeitet hatten. Zuvor hatte der „Spiegel“ über die Schließung berichtet.
In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin erläutert einer der jetzigen Betreiber, Ismet Tekin, die Hintergründe der Geschäftsaufgabe. „Im neuen Jahr kamen nur wenige Gäste, das Geschäft lief nicht gut. Und jetzt mit Corona ist es noch schlimmer“, sagt Tekin. Demnach hat der Laden bereits seit zwei Wochen geschlossen. Er habe sich bereits beim Jobcenter wegen eines Hartz-IV-Antrags gemeldet.
Bereits im Februar war bekannt geworden, dass der Laden finanzielle Probleme hatte. Bereits damals hieß es, dass um den Laden „gekämpft“ werde.
Der „Kiez-Döner“ war am 9. Oktober vorigen Jahres in der Nähe der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Halle zum zweiten Tatort eines Terroranschlags geworden. Der Täter beschoss den Laden und tötete einen 20 Jahre alten Gast. Zuvor hatte er vergeblich versucht, in die Synagoge zu gelangen.

dpa

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