Letztes Update:
20200327160214

Erstmals Coronavirus in Griechenland

11:39
26.02.2020
Die griechischen Gesundheitsbehörden haben am Mittwoch erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bestätigt. Betroffen sei eine 38 Jahre alte Frau, die in einem Krankenhaus der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki isoliert worden sei, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Frau hatte in den vergangenen Tagen Norditalien besucht und war danach nach Griechenland zurückgereist, wie es hieß. Nun suchen die Behörden nach anderen Personen, die in Kontakt mit der infizierten Frau gekommen waren, berichtete das Staatsfernsehen (ERT).


dpa

Malaria-Mittel wirkt womöglich auch gegen Coronavirus

10:44
26.02.2020
Ein herkömmliches Malaria-Mittel wirkt womöglich auch gegen das neuartige Coronavirus. Das Mittel Chloroquin, das in Deutschland unter dem Handelsnamen Resochin bekannt ist, habe sich in einer klinischen Studie in China als wirksam gezeigt, sagte der Leiter des Instituts für Infektionskrankheiten in Marseille, Didier Raoult, am Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP. Das französische Gesundheitsministerium warnte dagegen vor Euphorie.
Raoult beruft sich auf eine Untersuchung von drei chinesischen Forschern, die vor einer Woche in der Fachzeitschrift "BioScience Trends" erschienen ist. Darin beschreiben die Wissenschaftler eine klinische Studie mit mehr als hundert Patienten. In dem kurzen Text heißt es, dass eine Behandlung mit Chloroquin "wirksamer" gewesen sei als die einer Vergleichsgruppe. Genaue Zahlen nannten die chinesischen Forscher von der Universität Qingdao allerdings nicht.
Der französische Institutsleiter Raoult betonte, dies wäre eine "außerordentliche Nachricht", denn das Malaria-Medikament sei sehr preisgünstig. Deutlich zurückhaltender äußerte sich der französische Gesundheitsminister Olivier Véran. Er sagte dem Sender BFM-TV, er stehe mit Raoult im Kontakt und sein Ministerium lasse die Wirksamkeit des Arzneimittels prüfen. Véran sprach von "interessanten Studien über die Wirkung im Labor". Die klinischen Studien mit Patienten müssten aber noch bestätigt werden, betonte er.

AFP

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