In manchen afrikanischen Ländern könnte es nach Einschätzung von Gesundheitsexperten bis Ende April mehr als 10 000 Coronavirus-Fälle geben. „Es ist eine existenzielle Bedrohung für unseren Kontinent“, sagte am Donnerstag der Chef der Afrika-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention, John Nkengasong.
In allen bis auf fünf der 54 afrikanischen Staaten sind bislang Fälle aufgetreten, die Zahl liegt bei über 6000. Das Virus breitet sich zunehmend aus. Afrika sei nun „sehr, sehr nah“ an dem Zustand, wo Europa nach einem Zeitraum von 40 Tagen gewesen sei, so Nkengasong. Länder wie Kamerun, Elfenbeinküste und Burkina Faso hätten um Zelte gebeten, weil sie keine freien Krankenhausbetten mehr hätten.
Derweil ist der Weltgesundheitsorganisation unbekannt, wie viele Beatmungsgeräte es in Afrika für Covid-19-Patienten gibt. „Was wir ohne Zweifel sagen können, ist, dass es eine riesige Lücke gibt“, sagte die WHO-Regionaldirektorin Matshidiso Moeti.