Letztes Update:
20200402141022

Hessen beschließt Bußgeldkatalog zu Verstößen

14:07
02.04.2020
Wer sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht an die strengen Kontaktregeln hält, muss sich ab Freitag hessenweit auf einheitliche Bußgelder einstellen. Je nach Schwere des Verstoßes drohen Zahlungen von 200 Euro bis 5000 Euro, wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilten. Besonders schwere Verstöße können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden.

Ein Bußgeld etwa kann fällig werden, wenn jemand gegen die Kontaktregeln in der Öffentlichkeit verstößt, illegal ein Restaurant betreibt oder das Besuchsverbot in Seniorenheimen missachtet. Leider gebe es immer noch einige Unbelehrbare, erklärten die Minister. „Wer sich weiterhin so unsolidarisch verhält und sich zum Kicken im Park verabredet oder heimlich Corona-Partys feiert, gefährdet das Leben seiner Mitmenschen. Dieses Verhalten können und werden wir nicht akzeptieren.“ Die Bußgelder fußen auf dem Infektionsschutzgesetz.

dpa

Thyssenkrupp-Vorstand verzichtet auf Geld

13:23
02.04.2020
Beim Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp verzichtet der Vorstand auf einen Teil seiner Bezüge. Damit wolle man „in dieser Krisensituation auch persönlich ein Zeichen setzen“, sagte Personalvorstand Oliver Burkhard am Donnerstag. Das gelte „ganz besonders, wenn wir jetzt Mitarbeitende in Kurzarbeit schicken müssen“. Konzernchefin Martina Merz und die beiden anderen Vorstandsmitglieder verzichteten für die Monate Mai bis Juli auf zehn Prozent der festen Vergütung, hieß es im Unternehmen. Der Vorstand rief zudem über 1500 Führungskräfte auf, freiwillig einen ähnlichen Gehaltsverzicht zu leisten.

Thyssenkrupp hatte für seinen Stahlbereich Kurzarbeit für mehrere Tausend Beschäftigte angekündigt. Mit der IG Metall hat das Essener Unternehmen vereinbart, das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent aufzustocken. Die Hälfte des eingesparten Geldes bei den Vorstandsbezügen will der Essener Konzern an Einrichtungen und Initiativen in der Region spenden.

dpa

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