Letztes Update:
20200402132429

Landesbischof warnt vor Diskriminierung alter Menschen wegen Corona

13:22
02.04.2020
Der evangelische Landesbischof von Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, warnt davor, alte Menschen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zu diskriminieren. Gemeinsam mit dem Heidelberger Professor für Gerontologie, Andreas Kruse, sprach er sich in einem am Donnerstag veröffentlichten Memorandum dagegen aus, ältere Menschen verallgemeinernd zur Risikogruppe zu erklären, die isoliert werden müsse.

„Wir betrachten mit Sorge, wie in diesem Zusammenhang über die Gruppe älterer Menschen gesprochen wird“, schrieben Kruse und Cornelius-Bundschuh. In jedem einzelnen Fall müsse das Risikoprofil bestimmt werden. „Gerade in Krisenzeiten muss sich unser Bild vom Menschen und seiner Würde im Umgang mit denen bewähren, die in besonderer Weise auf Schutz und Unterstützung angewiesen sind.“ Nur dadurch bleibe die Gesellschaft human und solidarisch.

In der Debatte um künftige Lockerungen der bestehenden Kontakteinschränkungen zur Eindämmung der Pandemie wurde der Vorschlag gemacht, ältere Menschen auch dann noch zu isolieren, wenn jüngere bereits wieder zur Normalität zurückkehren könnten. Als Begründung wird das mit dem Lebensalter steigende Risiko eines schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufs genannt.

dpa/lsw

Appell: Auf Risikosportarten im Schwarzwald verzichten

12:58
02.04.2020
ehörden im Schwarzwald rufen wegen der Corona-Krise trotz des frühlingshaften Wetters zur Zurückhaltung bei Freizeitaktivitäten auf. Die Region sei ein beliebter Ort für Ausflüge und andere Unternehmungen im Freien, sagte die Landrätin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald, Dorothea Störr-Ritter (CDU), am Donnerstag in Freiburg. Nächste Woche, mit Beginn der Osterferien, werde mit einer entsprechenden Zunahme gerechnet. Dieses Jahr sei erhöhte Vorsicht geboten. Aktivitäten, die mit einem hohen Unfallrisiko verbunden sind, sollten vermieden werden. Störr-Ritter ist Aufsichtsratsvorsitzende der Schwarzwald-Tourismus-Gesellschaft.

Rettungsdienste und Krankenhäuser seien durch das Coronavirus ausgelastet, sagte die Politikerin. Sie müssten sich darauf konzentrieren können. Das Risiko von Freizeitunfällen sollte daher vermieden werden. Dies gelte für Risikosportarten ebenso wie beispielsweise für Motorradfahrer. Jeder könne helfen, Rettungsdienste und das Gesundheitswesen zu entlasten.

DU Redaktion 2

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