Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Pandemie lassen auch den Stromverbrauch sinken. In den ersten drei Tagen dieser Woche lag der Verbrauch 8,7 Prozent niedriger als Anfang März, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Donnerstag mitteilte. In der vergangenen Woche waren es im Vergleich zur ersten Märzwoche demnach 7,4 Prozent weniger.
In den anderen europäischen Ländern wirken sich die Schließung von Restaurants und Geschäften sowie die geringere Industrieproduktion laut BDEW zum Teil sogar noch deutlich stärker aus. In Italien lag der Verbrauch in den ersten drei Tagen dieser Woche 30 Prozent niedriger als vier Wochen zuvor. In Frankreich waren es 20 Prozent, in Spanien 19 Prozent und in den Niederlanden 18 Prozent.
Es sei zwar von einem erhöhten Stromverbrauch in privaten Haushalten sowie an Internetknoten und Rechenzentren auszugehen, erklärte der Verband. Durch den weggefallenen Stromverbrauch der Industrie werde dieser Anstieg jedoch überkompensiert.