Letztes Update:
20200402125843

Stromverbrauch sinkt durch Einschränkungen in der Corona-Krise

12:57
02.04.2020
Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Pandemie lassen auch den Stromverbrauch sinken. In den ersten drei Tagen dieser Woche lag der Verbrauch 8,7 Prozent niedriger als Anfang März, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Donnerstag mitteilte. In der vergangenen Woche waren es im Vergleich zur ersten Märzwoche demnach 7,4 Prozent weniger. 

In den anderen europäischen Ländern wirken sich die Schließung von Restaurants und Geschäften sowie die geringere Industrieproduktion laut BDEW zum Teil sogar noch deutlich stärker aus. In Italien lag der Verbrauch in den ersten drei Tagen dieser Woche 30 Prozent niedriger als vier Wochen zuvor. In Frankreich waren es 20 Prozent, in Spanien 19 Prozent und in den Niederlanden 18 Prozent.

Es sei zwar von einem erhöhten Stromverbrauch in privaten Haushalten sowie an Internetknoten und Rechenzentren auszugehen, erklärte der Verband. Durch den weggefallenen Stromverbrauch der Industrie werde dieser Anstieg jedoch überkompensiert.

AFP

EU-Kommission will 100 Milliarden Euro Schulden für „Sure“ aufnehmen

12:55
02.04.2020
Die Europäische Kommission will mit Rückendeckung der EU-Staaten 100 Milliarden Euro Schulden aufnehmen und sie in Form von Krediten für Kurzarbeiterhilfen in der Corona-Krise weiter geben. Dieses Konzept namens „Sure“ stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag in Brüssel vor. Sie versprach zudem weitere Unterstützung für das Gesundheitswesen, für Fischer und für sozial benachteiligte Menschen. Darüber hinaus will sie das nächste mehrjährige EU-Budget zum „Marshall-Plan“ für Europa umbauen.

„In dieser Coronavirus-Krise werden nur die stärksten Antworten ausreichen“, sagte von der Leyen. „Wir müssen jedes zur Verfügung stehende Mittel nutzen.“ Schon jetzt hätten die EU und ihre Mitgliedsstaaten 2,7 Billionen Euro gegen die Pandemiekrise mobilisiert. „Das ist die größte Reaktion der EU auf eine Krise in der Geschichte.“

Für ihre neuen Vorschläge braucht von der Leyen die Zustimmung der EU-Staaten und des Parlaments. Die Reaktionen seien positiv und sie rechne mit einer raschen Verabschiedung.

dpa

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen