In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten an einem Tag drastisch gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 499 neue Todesfälle zu verzeichnen gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Dienstagabend in Paris. Damit starben bisher die meisten Menschen an einem Tag seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Frankreich. Insgesamt gebe es 3523 Todesopfer, so Salomon.
Auch die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, stieg demnach um mehr als 450. Fast 23 000 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt, sagte Salomon. Mehr als 5000 davon auf Intensivstationen.
Salomon kündigte an, dass zwei Sonderzüge schwer erkrankte Patienten aus dem Ballungsraum Paris in Krankenhäuser in die westfranzösische Region Bretagne bringen sollten. In den speziellen medizinischen TGV-Hochgeschwindigkeitszügen sollten demnach am Mittwoch mehr als 30 Patienten transportiert werden. Die Situation angesichts der Coronavirus-Pandemie sei „in der Geschichte der französischen Medizin völlig beispiellos“, sagte Salomon. Er betonte, dass gut 34 Prozent der Patienten in Intensivbehandlung in den Kliniken jünger als 60 Jahre seien.