Letztes Update:
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Ausgangssperre für ältere Moskauer

06:40
26.03.2020
In der russischen Hauptstadt Moskau müssen von diesem Donnerstag an fast 1,9 Millionen ältere und kranke Menschen wegen des hochansteckenden Coronavirus zu Hause bleiben. Die Ausgangssperre gilt nach Angaben der Stadtverwaltung für gut drei Wochen. Davon betroffen sind Einwohner der Millionenmetropole, die älter als 65 Jahre oder chronisch krank sind. „In Geschäfte oder die Apotheke sollte man nur gehen, wenn es nötig ist“, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin. Erlaubt ist dies aber nur mit Atemschutzmaske.
Die Betroffenen erhalten demnach insgesamt 4000 Rubel (etwa 46 Euro), wenn sie sich an die Auflagen halten. Die Stadt richtete eine Hotline für einen Lieferdienst ein, wenn Medikamente, Lebensmittel oder Hilfe benötigt werden. „Das Beste, was man machen kann, ist zu seiner Datsche zu fahren, besonders weil es warm werden soll“, meinte Sobjanin. Die Menschen in den kleinen Häuschen auf dem Land sollten mit Holz und Kohle versorgt werden.
Die Ausgangssperre betrifft auch viele Ältere, die noch arbeiten gehen, weil die Rente zu niedrig ist. Erlaubt sind nur Tätigkeiten, wenn sie etwa für Behörden wichtig sind. Präsident Wladimir Putin (67) hatte die kommende Woche als arbeitsfrei erklärt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen - eine flächendeckende Kontaktsperre gibt es aber bislang noch nicht.

dpa

Neuinfektionen in China durch Einreisende

06:39
26.03.2020
In China ist die Zahl „importierten Fälle“ mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden 67 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Insgesamt zählt China damit bereits 541 solcher Fälle. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorging, gab es jedoch erneut keine lokalen Erkrankungen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere sechs Menschen.
Nach offiziellen Angaben sind bislang 3287 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81 285 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 74 000 wieder erholt haben.

dpa

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