Letztes Update:
20200327160214

Frankreich zieht in Corona-Krise Truppen aus Irak ab

22:39
25.03.2020
Frankreich zieht seine Truppen aus dem Irak ab. Darunter fielen Einheiten, die irakische Soldaten in der Terrorabwehr ausbildeten, sowie Truppen der Militärkoalition im Kampf gegen den IS, teilte der Generalstabschef der französischen Streitkräfte am Mittwochabend mit. Kurz zuvor hatte Präsident Emmanuel Macron einen Militärsondereinsatz verkündet, um die Behandlung von Coronavirus-Patienten zu unterstützen.
Konkret sollen Hubschrauberträger in die französischen Überseegebiete entsandt werden. An Covid-19 erkrankte Personen sind bereits in Militärflugzeugen und auf einem Flugzeugträger transportiert worden. Außerdem baute das Militär ein Feldkrankenhaus in Mülhausen (Mulhouse) auf.
Militäreinsätze in Kuwait, Katar und ein Luftwaffeneinsatz über Syrien werden weiter beibehalten. Frankreich hat wiederholt Angriffe durch Extremisten des sogenannten Islamischen Staat erlebt.

afp

Misstrauensvotum stürzt Regierung im Kosovo inmitten von Corona-Pandemie

22:38
25.03.2020
Im Kosovo hat die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti ein Misstrauensvotum inmitten der Coronavirus-Krise nicht überstanden. Die Koalitionsregierung von Kurti ist erst seit knapp zwei Monaten im Amt. Wegen des politischen Umgangs mit der Corona-Epidemie hatten sich die Koalitionspartner gestritten. Es blieb zunächst unklar, wie die Regierung ihre Arbeit nun fortsetzen soll, da das Land wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit keine Neuwahlen abhalten kann.

Reuters

Giffey: Schwangerschaftsberatung soll auch online möglich sein

21:55
25.03.2020
Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hat mit den zuständigen Landesministern vereinbart, dass eine Schwangerschaftskonfliktberatung während der Corona-Krise auch online oder per Telefon ermöglicht werden soll. Eine Beratungsbescheinigung zur Wahrung der Frist könne dann per Email oder Post versendet werden, teilte Giffey am Mittwochabend auf Instagram mit. Das persönliche Erscheinen der Schwangeren sei nicht notwendig, so die Ministerin.
Giffey (SPD) hatte die Landesminister bereits am Freitag aufgefordert, die digitalen Möglichkeiten einer Beratung zu prüfen. Dazu gehörten "alle Formen von digitalen Beratungsformaten, die anzuerkennen sind". Das Schwangerschaftskonfliktgesetz biete ausreichend Spielraum für pragmatische Lösungen, so die Ministerin.
Die Schwangerenberatungsstellen beraten Frauen in Konfliktsituationen und können dabei auch einen sogenannten Beratungsschein ausstellen, der Voraussetzung für eine straffreie Abtreibung ist. Beratungsstellen der katholischen Kirche stellen den Schein nicht aus.
Ärzte und Verbände wie Pro Familie hatten zum Teil weitergehende Forderungen gestellt. Über eine Videoberatung hinaus plädierten sie etwa dafür, einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch zu Hause mit telemedizinischer Begleitung bis Ende der neunten Woche zuzulassen. Zudem wollten sie Abtreibung als notwendige medizinische Leistung im Sinne der Pandemiebestimmungen anerkennen lassen. Der Bundesverband Lebensrecht hatte derartige Forderungen zurückgewiesen.

kna

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