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20200327160214

103-jährige Frau überlebt Coronavirus-Infektion im Iran

13:00
18.03.2020
Im besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Iran hat eine 103-Jährige die Virusinfektion laut den Staatsmedien überstanden. Die Patientin sei in der Stadt Semnan rund 180 Kilometer östlich der Hauptstadt Teheran im Krankenhaus behandelt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna in der Nacht zum Mittwoch. Nachdem sich die Frau "vollständig erholt" habe, habe sie das Krankenhaus inzwischen verlassen können, zitierte die Agentur den Krankenhausdirektor Nawid Danaji.
Dem Bericht zufolge handelt es sich bereits um den zweiten Menschen sehr hohen Alters im Iran, der eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat. Demnach überlebte auch ein 91-jähriger Mann in der Stadt Kerman die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit, obwohl er neben seinem hohen Alter auch noch an Bluthochdruck und Asthma litt.
Ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen gelten bei den Coronavirus-Infektionen als Risikogruppen. Laut einem Bericht, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden vorgelegt hat, liegt die Sterberate bei Menschen über 80 Jahren bei 21,9 Prozent. Im Iran gibt es mehr als 17.000 bestätigte Coronavirus-Fälle, mehr als1100 Menschen starben.

AFP

Frankreichs Armee fliegt Corona-Patienten aus dem Elsass aus

12:21
18.03.2020
Die französische Armee fliegt erstmals Coronavirus-Patienten aus dem Risikogebiet im Elsass aus. Die sechs ersten Infizierten wurden am Mittwoch mit einem Militärflugzeug in die Mittelmeerstädte Toulon und Marseille gebracht, wie aus Militärkreisen verlautete. Damit sollen Kliniken in Mülhausen und Colmar im Süden des Elsass entlastet werden. Das Gebiet grenzt an Baden-Württemberg und die Schweiz. In Südfrankreich werden die Intensiv-Patienten in Militärkrankenhäusern aufgenommen.
Die französische Region Grand-Est hatte zuvor Alarm geschlagen, weil die Krankenhäuser vor allem im Gebiet von Mülhausen überlastet sind. Das Robert-Koch-Institut stuft die gesamte Region Grand-Est als Risikogebiet ein. Dort wurden zuletzt 1820 Infizierte und 61 Todesfälle gezählt. Sie ist damit eine der am stärksten betroffenen in Frankreich. Auf Drängen von Baden-Württemberg und dem Saarland hat die Bundesregierung wieder strenge Kontrollen an der Grenze eingeführt.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Einsatz der Armee in der Coronavirus-Krise am Montagabend angeordnet. Das Militär soll in der Nähe von Mülhausen auch ein Feldlazarett mit 30 Intensiv-Betten bereitstellen.

AFP

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