Die spanische Regierung wird zur Unterstützung der Wirtschaft und der Arbeitnehmer in der Coronakrise eine Rekordsumme von 200 Milliarden Euro mobilisieren. Das seien etwa 20 Prozent der Bruttoinlandsprodukts und das größte Maßnahmenpaket, das Spanien in der Geschichte seiner Demokratie verabschiedet habe, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Dienstag nach einer Ministerratssitzung in einer Fernsehansprache. „Dies sind außergewöhnliche Zeiten, die außergewöhnliche Maßnahmen erfordern“, erklärte der Regierungschef.
Unter anderem soll das Geld dafür verwendet werden, Arbeitslose zu unterstützen, einen Zusammenbruch des Produktionsgefüges zu verhindern und die Liquidität von kleinen und mittleren Unternehmen zu gewährleisten. Dazu sieht das 45-seitige königliche Dekret auch einen Zahlungsaufschub für Hypotheken vor - speziell für Angestellte, die wegen der Krise ihre Arbeit verlieren und Selbstständige, die einen drastischen Einkommensrückgang erleiden.
dpa