Letztes Update:
20200327160214

Türkei schränkt öffentliches Leben stark ein

19:11
16.03.2020
Die Türkei hat aus Sorge vor eines Ausbreitung des Coronavirus das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Ab Mitternacht (22.00 UHR MEZ) müssten alle öffentlichen Erholungs-und Vergnügungsorte ihren Betrieb einstellen, teilte das Innenministerium in Ankara am Montag mit. Davon betroffen sind demnach unter anderem Cafés, Bierlokale, Theater, Kinos, Hocheits-Säle, Schwimmbäder und Fitnessclubs.
Bereits zuvor hatte das Innenministerium die Schließung von Bars und Clubs ab Montag angeordnet. Zudem werden keine Gebete mehr in Moscheen abgehalten. Die Gläubigen könnten zu Hause beten, sagte der Leiter der Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbas, am Montag.
Gesundheitsminister Fahrettin Koca gab unterdessen weitere Reisebeschränkungen für sechs Länder bekannt. Die Flugverbindungen mit Großbritannien, der Schweiz, Saudi Arabien, Ägypten, Irland und mit den Vereinigten Arabischen Emiraten würden ab Dienstag 08.00 Uhr Ortszeit (06.00 Uhr MEZ) eingestellt. Damit hat die Türkei Flugverbindungen mit insgesamt 20 Ländern eingestellt, darunter Deutschland. Koca sagte auch, dass es neue Coronavirus-Fälle gebe, wollte die Anzahl aber zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Offiziell wurden in der Türkei bislang 18 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) kritisierte jedoch am Montag, dass zu wenig Menschen getestet würden und dass die Dunkelziffer der Erkrankungen mutmaßlich hoch sei.

dpa

Über 6000 Infizierte in Deutschland

18:51
16.03.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist weiter deutlich gestiegen: Bis Montagabend registrierte das Robert-Koch-Institut 6012 Infizierte - und damit 1174 Fälle mehr als am Vortag. Hinzu kommen 13 Todesfälle. Das RKI hatte bis Sonntagabend 4838 bestätigte Infektionen und zwölf Todesfälle gezählt.
Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität ging unterdessen bereits von mehr als 7100 bestätigten Infektionen in Deutschland aus.

AFP

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