Gegen den weltweiten Trend hält Mexiko-Stadt trotz der aktuellen Coronavirus-Epidemie an einem der wichtigsten Musikfestivals des Landes fest. Zum ersten Tag von „Vive Latino“ strömten am Samstag Zehntausende Menschen auf das Festivalgelände. Einige Künstler wie die japanische Sängerin Kyary Pamyu Pamyu hatten zwar abgesagt, doch wurden weiterhin Bands und Sänger wie Guns N' Roses, Carlos Vives und Zoe als Headliner erwartet.
Für die beiden Festivaltage wurden nach Angaben der Organisatoren jeweils mehr als 70 000 Tickets verkauft. Am Einlass wurde jeder Musikfan neben den üblichen Sicherheitschecks auch auf ein mögliches Fieber überprüft, der Geruch von Desinfektionsmitteln lag in der Luft. Atemschutzmasken trugen nur wenige Festivalbesucher.
Der Vizedirektor der Gesundheitsbehörde, Hugo López-Gatell, sagte am Freitag, Mexiko befinde sich noch in Phase Eins der Epidemie. Es gebe lediglich vereinzelt Infektion bei Menschen, die ins Ausland gereist waren und die in einigen Fällen andere Menschen ansteckten. Die Behörden meldeten bislang landesweit 41 Infektionsfälle.