Letztes Update:
20200327160214

Erste bestätigte Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17:36
03.03.2020
Mecklenburg-Vorpommern hat die ersten bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Zwei Menschen im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden positiv auf das Virus getestet, wie der Landkreis am frühen Dienstagabend mitteilte. Sie wurden demnach umgehend zu Hause isoliert. Bislang handele es sich um Einzelfälle, es bestehe keinerlei Grund zur Panik, betonte Amtsärztin Marlies Kühn.
Derzeit werde die Kette der Ansteckung nachverfolgt, mögliche Kontaktpersonen würden ermittelt. Der Verwaltungsstab des Landkreises habe Maßnahmen eingeleitet, um einer Ausbreitung des Virus möglichst wirksam zu begegnen.
Kurz zuvor war die erste bestätigte Infektion für das Saarland gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der betroffenen Bundesländer auf 15, nur in Sachsen-Anhalt wurde zunächst noch keine Ansteckung mit dem neuartigen Virus bestätigt

afp

Hilferuf von Ärzten aus dem Kreis Heinsberg

17:35
03.03.2020
Ärzte aus dem Kreis Heinsberg haben vor den Folgen des Coronavirus für die gesundheitliche Versorgung gewarnt. Die „medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an“, heißt es in dem Brief, der am Dienstag bekannt wurde und auch vom Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) unterschrieben ist. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen. „Wir brauchen dringend Hilfe (...)“, hieß es in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Der Kreis ist derzeit von einem Ausbruch des neuartigen Erregers Sars-CoV-2 betroffen.
Durch die vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen würden die Krankenhäuser hochgradig behindert. Ärzte und Mitarbeiter seien deshalb nicht arbeitsfähig. Notdienste könnten nur mit Mühe und auch nur eingeschränkt besetzt werden. Nach der RKI-Regelung muss im Fall einer Infektion in der Belegschaft automatisch das ganze Team in eine 14-tägige Quarantäne.
Die Belastung durch verunsicherte Patienten sei enorm. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal. Der Handel liefere nicht mehr. Die kleine Lieferung durch das NRW-Gesundheitsministerium sei sofort vergriffen gewesen. In den Praxen sei so gut wie nichts angekommen. „Wir brauchen ganz dringend entsprechende Schutzmaterialien, da wir zurzeit unter Gefährdung der Gesundheit von Ärzten und Mitarbeitern arbeiten“, hieß es in dem Brief.

dpa

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