Kanada hat seine ersten Dosen eines Impfstoffs gegen das Coronavirus verabreicht. Eine Angestellte in einem Pflegeheim war die erste Person, die mit dem Impfstoff von Pfizer und Biontech in der kanadischen Provinz Ontario geimpft wurde. In einem Krankenhaus in Toronto wurden ebenfalls Kanadier geimpft.
„Dies ist ein Siegestag für die Wissenschaft“, sagte der Präsident und Geschäftsführer des Universitätsgesundheitsnetzes von Toronto, Kevin Smith. „Ich bin begeistert zu sehen, wie der erste Pfizer-Impfstoff in Ontario verabreicht wird“, teilte der Regierungschef von Ontario, Doug Ford, bei Twitter mit. „Es ist Zeit, der Covid-19-Pandemie ein Ende zu setzen.“
Die kanadische Provinz Ontario hatte am Sonntagabend 6000 Dosen des Impfstoffs erhalten. Damit sollen rund 2500 Mitarbeiter des Gesundheitswesens geimpft werden. In der kanadischen Provinz Québec sollen Bewohner zweier Pflegeheime die ersten Impfungen erhalten.
Der kanadische Premierminister Justin Trudeau twitterte am Sonntagabend (Ortszeit) ein Foto, das zeigte, wie die erste Lieferung des Impfstoffs aus einem Flugzeug entladen wurde. Das Land hatte am Mittwoch den vom US-Konzern Pfizer und seinem deutschen Partner Biontech entwickelten Corona-Impfstoff zugelassen. Mit 14 Verteilungszentren will Kanada die Impfkampagne stemmen.
Weitere der zunächst 30 000 Dosen, die Kanada von dem Impfstoff bekommt, sollten noch am Montag dort ankommen. Die Kanadier haben Verträge mit sechs weiteren Impfstoffherstellern. Ein Impfstoff von Moderna könnte nach Angaben von kanadischen Gesundheitsbeamten bald zugelassen werden. Kanada hat mehr Dosen als für seine Bevölkerung benötigt bestellt. Die Regierung will überschüssige Dosen an verarmte Länder spenden.
In Großbritannien und den USA sind auch Menschen mit dem Impfstoff von Pfizer und Biontech geimpft worden.