In Italien sorgen die verschärften Corona-Vorschriften für heftige Proteste, obwohl der Teil-Lockdown weniger streng ist als im Frühjahr. Regionalpolitiker von Nord bis Süd forderten am Freitag von der Mitte-Links-Regierung erneut Änderungen bei der Einteilung des Mittelmeerlandes in drei neue Risikozonen.
In vielen Städten traten Taxifahrer in einen mehrstündigen Streik, um unter anderem gegen die nächtliche Ausgangssperre im ganzen Land zu protestieren. Sie haben durch den Einbruch des Tourismus seit der ersten Corona-Welle vom Frühjahr große Einbußen erlitten.
Ministerpräsident Giuseppe Conte verteidigte die Verschärfung, die seit Freitag in Kraft ist. Rom habe im Oktober mehrfach neue Anti-Corona-Regeln erlassen. Darunter waren die Maskenpflicht und die Schließung der Lokale nach 18 Uhr. „Aber das Virus ist ein Zug, der rollt“, sagte er bei einer Veranstaltung des „Corriere della Sera“.
Für die 60 Millionen Bürger und Bürgerinnen gilt nun eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Für den Weg zur Arbeit oder aus medizinischen Gründen sind Ausnahmen erlaubt. Im ganzen Land sind die Museen zu. Höhere Schulen und Universitäten müssen auf Online-Unterricht umstellen.