Letztes Update:
20201106132049

Italiens Bischöfe: Weiter Gottesdienste trotz Corona

11:22
06.11.2020
Trotz erneut steigender Corona-Infektionszahlen und verschärfter Restriktionen wollen Italiens Bischöfe im ganzen Land weiter Gottesdienste anbieten. Wie Bischofssprecher Vincenzo Corrado mitteilte, hat ein am Freitag in Kraft getretenes Not-Dekret der italienischen Regierung keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Messfeiern.

Die neuen Regeln sehen eine Einteilung der Regionen in verschiedene Risikozonen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit vor, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Mit Blick auf die Gottesdienste gebe es aber keine Änderungen, betonte Corrado. Sie seien unter Einhaltung der bereits seit Monaten geltenden Schutzbestimmungen, etwa Mindestabständen zwischen den Teilnehmern, auch künftig möglich.

Neu sei allerdings, dass für den Kirchenbesuch in Hochrisikozonen eine entsprechende Selbstauskunft mitgeführt werden müsse. Betroffen sind die Lombardei, Piemont, Aostatal und Kalabrien. Dort darf man - wie schon im Frühjahr - das Haus nur aus triftigem Grund verlassen.

KNA

Bundesregierung plant Schnelltests vor allem für Krankenhäuser

11:49
06.11.2020
Die Bundesregierung plant Corona-Schnelltests vor allem zum Schutz von Menschen in Krankenhäusern ein. Unspezifische Tests seien nicht sinnvoll, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag. Die Regierung habe sich dafür bereits Kontingente der Hersteller gesichert. Im November stünden neun Millionen Schnelltests zur Verfügung. Die Zahl werde aber mit der Zeit größer werden.

Reuters

Mehr Gewalt an Babys während Corona-Pandemie in England

10:59
06.11.2020
In der Corona-Krise ist die Zahl vorsätzlich verletzter oder getöteter Babys in England offiziellen Statistiken zufolge um 20 Prozent gestiegen. Demnach wurden zwischen April und Oktober 64 Fälle bekannt, bei denen Kinder unter einem Jahr absichtlich verletzt worden waren - acht starben. Die starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei auf eine „toxische Mischung“ von Isolation, Armut und psychischen Leiden zurückzuführen, teilte Amanda Spielman von der unabhängigen Behörde Ofsted am Freitag mit.

Die Pandemie bringe viel Stress mit sich, sagte Spielman anlässlich einer Konferenz. „Finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Isolation und die enge Nähe haben Familien, die bereits Probleme hatten, zusätzlich unter Druck gesetzt.“ Sozialarbeiter konnten während des ersten Lockdowns nicht regelmäßig die Betroffenen besuchen.

Auch die Zahl vermeidbarer Tragödien hat laut Spielman zugenommen: So hätten betrunkene Eltern ihre Babys direkt neben sich auf dem Sofa oder im Bett gelegt und im Schlaf erdrückt. Die Expertin forderte: Sozialarbeiter, Hebammen, Hausärzte und andere Experten müssten in der Corona-Krise stärker zusammenarbeiten, um Familien mit Problemen zu unterstützen und kleine Kinder so besser zu schützen.

dpa

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