Teil 2 - Der Burnout Biber
Ganz klar, das Event darf er nicht verpassen, der fleißige Biber – die Arbeit aber auch nicht. Also noch schnell, während die Eröffnungs-Keynote das Event einläutet, diese eine Mail beantworten … und Instagram checken… mal kurz die Nachrichten lesen… wann fängt nochmal der Workshop an? Oder doch lieber in das parallele Panel? Erstmal noch was tweeten und währenddessen netzwerken mit den Kollegen, dazu kippt der Biber drei Tassen Espresso auf einmal runter. Mit etwas Multitasking geht das schon, erklärt der Biber gerne, und erstellt während des Events Grafiken, whatsappt mit seiner Mutter, baut einen Damm quer durch den Raum und schreibt einen Roman. Und dessen Fortsetzung. Nichts davon hat ansatzweise mit der Veranstaltung zu tun, aber der Biber hat eben keine Zeit, nur eine Sache auf einmal zu tun. Trotzdem, auf dem Event muss er sein, ohne ihn darf das nicht ablaufen, das Event braucht ihn!
Den fleißigen Biber kurz vorm Burnout erkenne ich an zwei Phänomenen: erstens blickt er sich bei jedem Gelächter verwirrt um, weil er vor lauter Multitasking die Pointe des Redners verpasst hat, zweitens tippt er noch mehr als ich. Am Ende des Events schleppt sich der Biber grundsätzlich völlig erschöpft ins Hotel – warum er sich weder ans Event erinnern kann noch seine Arbeit erledigt hat, ist ihm aber schleierhaft…
(Auf dem Foto seht ihr übrigens Kevin Bieber, den kleinen Bruder von Nils Nager von der Rheinpfalz, beim gleichzeitigen telefonieren, mailen und filmen. Kevin ist übrigens keineswegs dem Burnout nahe, aber arbeitet nebenbei als professionelles Model für uns – würde Heidi Klum Biber casten, wäre das ihr Gewinner!)