Letztes Update:
20190424143938

"Er war bodenständig und liebenswert"

09:31
23.04.2019
Sportjournalist Pilo Fonck erinnert sich: "1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko bat ich um ein Interview und der Großherzog sagte zu. Ich traf ihn in einem monumentalen Hotel in Mexiko-City. Es entstand ein interessantes und langes Gespräch. Während anderthalb Stunden plauderten wir über alles Mögliche. Nur gearbeitet hatte ich noch nicht. Dann ging die Tür auf und die Großherzogin kam heran. Das Paar hatte noch einen anderen Termin. Wir vereinbarten ein zweites Treffen und das Interview kam zustande."
Fonck erinnert sich auch an einen Moment bei den Olympischen Spielen 1972 in München: "Wir waren gerade beim Interview und im Stadion erreichten die Geher nach 50 km das Ziel. Wir hatten nichts von Charles Sowa gehört und glaubten, er hätte den Wettkampf aufgegeben. Da kam er plötzlich ins Ziel (10.). Großherzog Jean freute sich riesig. Bei ihm war Freude nicht gestellt. Er fieberte tatsächlich mit den Luxemburger Sportlern mit."
Fonck erzählt weiter: "Er nannte mich stets Monsieur Pilo. Bei den Olympischen Spielen gab er mir fortan stets ein Interview. Mich überraschten immer wieder seine Fachkenntnisse. Er liebte den Sport und wusste sowohl von den nationalen als auch den internationalen Geschehnissen Bescheid. Man konnte sich stundenlang mit ihm über die Probleme des Luxemburger Sports unterhalten. Er hatte ein offenes Ohr und auch eine eigene Meinung. Das traf auch auf seine Mitgliedschaft im Internationalen Olympischen Komitee zu."
Auch die menschlichen Qualitäten des Großherzogs schätzt Fonck: "Er war eine ganz normale Person. Er war sehr bodenständig und wirklich liebenswert. Im Gespräch kam nie der Eindruck auf, man würde sich mit dem Großherzog unterhalten. Es waren immer Dialoge auf Augenhöhe."

Yves Bodry

Mitteilung der Fondation Mérite Jeunesse

09:50
23.04.2019
La Fondation Mérite Jeunesse vient d’apprendre avec grande émotion la triste nouvelle du départ de son Haut Patron S.A.R. le Grand-Duc Jean. Le Grand-Duc Jean avait initié l’introduction duThe Duke of Edinburgh's International Awardau Luxembourg et est à l’origine de la Fondation du Mérite Jeunesse qui met en œuvre ce programme dans notre pays. Le Grand-Duc Jean a assisté régulièrement aux remises annuelles des insignes bronze, argent et or aux jeunes participants, la dernière fois le 28 mars de cette année. Lors de ses nombreuses participations il a toujours fait preuve d’un vif intérêt pour les préoccupations et les projets des jeunes. Il avait une ouverture d’esprit exceptionnelle et a écouté et regardé avec bienveillance, voire avec enthousiasme les présentations les plus variées des jeunes.Le Grand-Duc Jean avait le contact facile avec les jeunes et savait créer une atmosphère qui permettait l’échange. Il était aimé pour sa gentillesse et respecté pour son engagement envers les jeunes.La FondationMérite Jeunesseremercie le Grand-Duc Jean pour son soutien continu et inconditionnel. A son président S.A.R. le Prince Guillaume ainsi qu’à toute la famille grand-ducale elle présente ses très sincères condoléances en ces moments si difficiles.

Yves Bodry