Am stärksten fegte das Sturmtief „Eberhard“ am Sonntag in der Pfalz über das 554 Meter hohe Weinbiet bei Neustadt: Dort wurden Windgeschwindigkeiten von 141 km/h gemessen. „Das ist volle Orkanstärke“, sagte am Abend der Geschäftsführer des Wetterbüros „Klima Palatina“ (Maikammer), Christian Müller.
Rekordverdächtig ist dies allerdings nicht: Der Spitzenwert sind weiterhin jene 192 Stundenkilometer, die am 1. März 1990 beim Orkan „Wiebke“ auf dem Neustadter Hausberg gemessen worden waren. Etwas weniger stürmisch ging es gestern auf der Kalmit, dem höchsten Berg im Pfälzerwald, zu: Dort lag die Windgeschwindigkeit nach Angaben von „Klima Palatina“ bei 122 km/h.
Weggeblasen wurde man auch in der Ebene; in Maikammer wurden 81 km/h, auf der Air Base Ramstein 87 km/h gemessen. Kurioserweise herrschten bei dem gestrigen Sturm fast frühlingshafte Temperaturen: 14,5 Grad wurden als Spitzwert gemessen. Doch die Aussichten für die nächsten Tage sind schlecht: nass, windig, unbeständig. „Klima Palatina“-Geschäftsführer Christian Müller: „Ende März aber könnte dann der Frühling kommen.“ Die Mandelbäume an der Weinstraße stehen schon in den Startlöchern. Viele blühen bereits sogar bereits – die frühe Pracht wurde allerdings gestern von „Eberhard“ ordentlich durchgeschüttelt.