Letztes Update:
20190424140827

Angreifer von Straßburg war auch in Luxemburg kriminell

15:52
12.12.2018
Der mutmaßliche Attentäter von Straßburg ist auch in Luxemburg kriminell unterwegs gewesen. Seine DNA sei bei einem versuchten Einbruchsdiebstahl im Jahr 2012 am Tatort gefunden worden, sagte ein Sprecher der Regierung in Luxemburg am Mittwoch. Danach sei auch ein Strafverfahren gegen Chérif C. eingeleitet worden: Eine Vorladung habe dem Mann aber nicht zugestellt werden können, da sein Wohnort damals unbekannt gewesen sei, sagte ein Sprecher der Luxemburger Justiz.

Es gebe derzeit keine konkrete Terrorgefahr für Luxemburg, teilte die Regierung im Großherzogtum weiter mit. Allerdings werde die Polizei in Luxemburg verstärkte Präsenz zeigen.

Stefan Heimerl

Festnahmen auf A1 waren falscher Alarm - Männer wieder frei

14:58
12.12.2018
Die Polizei hat auf der A1 bei Bremen ein Taxi mit französischem Kennzeichen gestoppt und drei Personen vorübergehend festgenommen. Der Hinweis auf das Taxi war von Bürgern gekommen, die von den Nachrichten über den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Straßburg alarmiert gewesen seien, wie ein Polizeisprecher in Delmenhorst am Mittwoch mitteilte. „Die Personen standen aber in keinem Zusammenhang mit dem Attentat in Straßburg und sind wieder auf freiem Fuß“, sagte der Sprecher. Auch eine gründliche Durchsuchung des Taxis von Beamten der Spurensicherung habe keinerlei Anhaltspunkte für einen Verdacht ergeben.

Nach Angaben von Zeugen soll einer der Taxi-Insassen eine Maske getragen haben. „Keiner von den drei Männern war maskiert“, stellte jetzt der Polizeisprecher klar. Alle drei hätten ihren Wohnsitz in Frankreich, wobei zwei von ihnen die französische und einer die marokkanische Staatsbürgerschaft besäßen. Ziel der Fahrt sei Bremen gewesen. Warum die Männer in einem Taxi unterwegs gewesen seien, sei der Polizei nicht bekannt.
Bei dem tödlichen Anschlag in Straßburg am Dienstagabend waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei hirntot, sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz am Mittwoch. Zwölf Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen sehr schwer. Der Tatverdächtige ist noch flüchtig. Die Ermittler gehen von einem terroristischen Hintergrund des Verdächtigen aus. 

Stefan Heimerl