Wie wird bei der CDU eigentlich gewählt? Ganz traditionell. In den Statuten heißt es, abgestimmt wird entweder durch Handzeichen, durch eine hochgehobene Stimmkarte oder „auf elektronischem Wege mit einer vom BSI zertifizierten Methode“. Oder eben in geheimer Wahl per Stimmzettel. „BSI“ steht für Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Auf elektronischem Wege ist bei den Christdemokraten auf Bundesparteitagen noch nie abgestimmt worden. Andere Parteien, wie etwa die Grünen, sind da viel weiter.
Auszählung per Hand
Für die Delegierten hat das elektronische Wahlverfahren den Vorteil, dass die Abstimmungsergebnisse schon Sekunden nach Schließung des Wahlvorgangs auf den großen Bildschirmen in der Halle auftauchen. Bei der CDU dagegen muss bei geheimer Wahl ein Papierstimmzettel ausgefüllt, eingesammelt und dann per Hand ausgezählt werden. Das dauert. Immerhin liegt dem Hamburger Parteitag ein Antrag vor, die Möglichkeiten elektronischer Abstimmungen zu erleichtern. Unter anderem die Junge Union setzt sich dafür ein. Die mächtige Antragskommission kann sich mit der Statutänderung sogar anfreunden.
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