Kurz bevor das Jahr 2018 zu Ende ging, wollte ich es zum ersten mal wirklich wissen und bin beim 2. Silvesterlauf in Bremen gestartet. Das wochenlange Training sollte sich nun unter Wettkampfbedingungen auszahlen.
Den Plan, diesen Lauf als erste Zäsur und auch als ersten Vorbereitungslauf für den Halbmarathon zu nutzen, hatte ich schon vor rund einem Monat. Und im Training war ich zuversichtlich, dass das passen müsste.
Doch ich merkte am Starttag, dass ich auf eine entscheidende Sache nicht vorbereitet war: Ich war bis stets mit Musik gelaufen. Die half mir, meinen Rhythmus zu finden und Tempo zu bleiben. Doch Musik und Kopfhörer waren beim Silvesterlauf aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
Als ich dann um 13:10 Uhr schon etwas nervös mit mehreren Hundert anderen Läuferinnen und Läufern auf die Fünf-Kilometer-Strecke startete, wiederholte sich, was ich längst glaubte, hinter mir gelassen zu haben: Ich bekam nach wenigen Hundert Metern Seitenstechen. "Das geht ja gut los", dachte ich, konnte aber nach ein paar Minuten gehen weiterlaufen.
Und die Strecke durch die Pauliner Marsch und an der Weser entlang war wirklichh wunderbar. Außer ein paar kleinen Anhöhen gab es keine Überraschungen. Obwohl da war ja noch etwas...
Denn ab Kilometer Drei tauchte das nächste bekannte Problem auf: Ich bekam wieder Leistenschmerzen. Doch diese steigerten sich und ich musste mich wirklich zwingen, weiter dabei zu bleiben. Ins Ziel habe ich es geschafft, auch wenn meine Zeit alles andere als respektabel ist. So langsam war ich im Training noch nie!
Aber ungeachtet, der Schmerzen, die auch am Neujahrstag noch deutlich zu spüren waren, habe ich mich so gut gefühlt, als ich meine erste Medaillle nach dem Zieleinlauf erhalten habe. Ein wunderbares Gefühl, nicht aufgegeben zu haben! Meine allererste Medaille bekommt nun ein Ehrenplatz.
Und ich schaue mich schon nach den nächsten Läufen um :)