Letztes Update:
20190424134643

Lindner sieht GroKo vor zwei "zitterigen Wochen"

07:45
15.10.2018
Nach der Landtagswahl in Bayern sieht FDP-Chef Christian Lindner die große Koalition vor zwei „zitterigen Wochen“ bis zur Wahl in Hessen. „Und danach wird ‚was passieren“, sagte Lindner am Montag in Berlin bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem bayerischen FDP-Spitzenkandidaten Martin Hagen.

 „Ich hoffe, es kehrt Einsicht ein, dass man die Probleme der Menschen wieder lösen muss.“ Die bisherige Strategie der großen Koalition, „mit Geld Zustimmung kaufen zu wollen“, sei nicht erfolgreich gewesen, sagte Lindner mit Blick auf die Sozialpolitik von Union und SPD.

Die Menschen erwarteten einen Plan, den die große Koalition bei Alltagsproblemen wie dem Diesel nicht vorzuweisen habe. Für seine eigene Partei kündigte Lindner an, die FDP wolle sich das Thema Erderwärmung und Klimaschutz künftig „stärker vornehmen“. 

AFP

„Bayern ist das Beste“ hat nicht mehr gefunkt

07:13
15.10.2018
CSU und SPD hatten bei den Landtagswahlen in Bayern nach Ansicht der Politik-Professorin Ursula Münch Probleme mit ihrer Glaubwürdigkeit. „Die CSU hat es nicht mehr geschafft, den Leuten klarzumachen, warum sie allein regieren soll“, sagte die Leiterin der Akademie für politische Bildung in Tutzing den Tageszeitungen „Main-Post“ und „Fränkischer Tag“ (Montag).

„Das ständige „Bayern ist das Beste“ und „Ohne uns ist Bayern nix“ hat nicht mehr verfangen.“ Dramatisch und erschütternd sei das schlechte Abschneiden für die SPD. „Die Partei spricht offenbar nicht mehr die Sprache ihrer Wähler. Das Thema Wohnungsnot mag wichtig sein - aber der SPD traut nicht mal die eigene Wählerschaft zu, das Thema zu lösen.“

So wie die CSU tue sich auch die SPD schwer in der Flüchtlingspolitik. Hier müsse sie den Spagat zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren hinbekommen.

dpa

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen