Trotz mehrerer Vorfälle ist die Polizei Bremen mit dem zweiten Tag der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit insgesamt zufrieden. In der Bremer Innenstadt waren viele Menschen unterwegs, daneben begleitete die Polizei auch mehrere Versammlungen.
Bei einem angemeldeten Aufzug unter dem Motto „Protest gegen Militarismus und Kriegstreiberei“ haben vermummte Personen eine Deutschlandflagge verbrannt. Bei anschließenden Maßnahmen der Polizei wurden Einsatzkräfte nach Angaben der Behörde unter anderem mit Fahnenstangen angegriffen. Vier Polizisten wurden verletzt, blieben aber dienstfähig.
Im weiteren Verlauf löste die Polizei noch zwei unangemeldete Versammlungen im Bereich des Bürgerfestes auf. Daran nahmen nach Polizeiangaben etwa 30 beziehungsweise rund 50 Menschen teil. Auch dort wurden Personalien festgestellt und Anzeigen gefertigt.
Ein weiterer Polizeieinsatz ereignete sich am späten Abend in der Sögestraße: Ein homosexuelles Paar ist aus einer Gruppe heraus beleidigt und geschlagen worden. Laut Polizei wurde dabei ein 29-Jähriger verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Abseits dieser Vorfälle verliefen die Feierlichkeiten aus Sicht der Polizei friedlich und ohne größere Zwischenfälle.