Im
Theater am Goethe-Platz ist es bei der Premiere des Stücks "Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten" zu
heftigen Zuschauerreaktionen gekommen. Das Stück endet mit einem 20-minütigen Monolog des Schauspielers Manolo Bertling in der
Rolle eines Rechtsextremen. Er führt aus, dass lautstarke Minderheiten, Elite und "schmarotzende" Ausländer zum Schweigen gebracht werden.
Das konnten zahlreiche Personen im Zuschauerraum nicht ertragen. Sie riefen, der Schauspieler möge aufhören, skandierten mehr als eine Minute lang
"Halt die Fresse, halt die Fresse!" und stimmten das Widerstandslied "Bella Ciao" an. Immer wieder setzte der Schauspieler an, um nach kurzer Zeit wieder unterbrochen zu werden. Teilweise geriet das Publikum auch lautstark miteinander ins Gespräch. "Der ist nur ein Schauspieler, lasst ihn reden!", hieß es dann. Letztlich konnte der "Faschist" seine Rede zu Ende bringen. Nach Ende des Stücks gab es minutenlang stehenden Applaus und Bravo-Rufe. Auch die Schauspielerinnen und Schauspieler applaudierten dem Publikum, einige hatten Tränen in den Augen.
Um was es in dem Stück geht und wie es inszeniert ist,
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Olga Merz