Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am Montag zum Debakel seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. "Wir haben es zu akzeptieren, das sind die Regeln unserer Demokratie. Es hat sich nicht nur in Sachsen-Anhalt was verändert, sondern in ganz Deutschland." Man könne nicht zur Tagesordnung übergehen, erklärte Merz, der zugleich von der schlimmsten CDU-Wahlniederlage seit Jahrzehnten sprach.
Merz sagte weiter: "Meine Person war ein dauerhaftes Thema im Wahlkampf, die Reformen auch. Unser Land braucht Reformen. Dass wir sie nicht nur rational begründen, sondern emotional vermitteln müssen, ist eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen." Seine Entschlossenheit, den Reformkurs fortzusetzen, sei ungebrochen. "Die Entscheidungen im letzten Jahr waren richtig. Trotzdem habe ich einen hohen politischen Kredit aufgenommen, den ich noch nicht zurückzahlen konnte. Ich bin für vier Jahre gewählt. Aber wir müssen diese Zeit auch nutzen."