Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen wurden die Bürgermeister und Landräte wieder für acht Jahre statt wie zuletzt nur für fünf Jahre gewählt. Hintergrund ist eine Gesetzesänderung, die der Landtag Anfang 2025 mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen sowie der oppositionellen CDU beschlossen hat. Die AfD stimmte dagegen.
Das Ziel der Reform: Die längere Amtszeit soll die Ämter der sogenannten Hauptverwaltungsbeamten attraktiver für Bewerberinnen und Bewerber machen. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sagte damals: „Das ist auch ein Teil der Fachkräftesicherung in den Kommunen, denn es ist wichtig, dass Frauen und Männer, die sich für einen solch anspruchsvollen Job interessieren, auch eine gewisse Phase haben, um zu wirken.“ Gerade kleinere Kommunen bräuchten dringend Menschen, die trotz Anfeindungen noch bereit seien, Verantwortung zu übernehmen, hieß es von den Grünen.