💡 Wie wir Jugendlichen Medienkompetenz vermitteln
Wie sieht zeitgemäße Medienausbildung aus und wie begleiten wir junge Menschen richtig? Das sind die Kern-Erkenntnisse aus der Session:
- Lernen durch Machen (Do-it-yourself-Ansatz): Der effektivste Weg zu echter Medienkompetenz ist das eigene, aktive Erstellen von Medienprodukten.
- Fehler erlauben und Freiräume schaffen: Medienkompetenz ist ein Entwicklungsprozess. Jugendliche brauchen geschützte Räume, in denen sie sich ausprobieren und auch „mal etwas Blödes machen“ dürfen, ohne direkt verurteilt zu werden.
- KI-Verifikation statt KI-Verbot: Man muss nicht aktiv nach KI suchen, um mit KI-generiertem Content konfrontiert zu werden. Die Ausbildung muss sich dringend darauf konzentrieren, wie man Informationen von KI-Systemen bewertet, überprüft und Hintergründe hinterfragt.
- Vom „allwissenden“ Ausbilder zum Coach auf Augenhöhe: Medienmacher:innen von heute müssen akzeptieren, dass Jugendliche in Sachen Social-Media-Reichweite (z. B. auf TikTok) oft schon Profis sind. Ausbilder sollten dieses Wissen anerkennen und sich stattdessen auf journalistische Core-Skills fokussieren.
- Schutz vor digitaler Gewalt bieten: Zur Begleitung gehört heute eine Fürsorgepflicht für die Auszubildenden. Redaktionen und Medienzentren müssen Jugendliche Strategien an die Hand geben, um mit der Belastung durch Negativkommentare im Netz umzugehen.