Letztes Update:
20260625074218
Es ist wichtig, dass man so etwas wie eine Pop-up-Redaktion aus Leidenschaft macht. Wenn man keine Freude daran hat, merkt man das – an der Berichterstattung, aber auch am Besucherstrom. Lynn Nagy, Zeitungsverlag Waiblingen 16:14
24.06.2026
Wir sind heute so digital wie noch nie und bespielen die Kanäle so gut wie noch nie. Das Problem ist nur: Das Internet mag uns nicht: Wir kommen nicht durch die Algorithmen durch. Die Leute verlieren den Kontakt zum Journalismus, und wir werden unsichtbar.  Alexander von Streit, Herausgeber Krautreporter 16:13
24.06.2026

Wenn Lokalmedien in den Austausch gehen: Die Publikumsstrategie der Zukunft

16:11
24.06.2026
Obwohl Redaktionen digital so gut aufgestellt sind wie nie, verliert der Journalismus durch restriktive Algorithmen den direkten Draht zu den Menschen. Die Antwort der Expert:innen auf dem Podium der #LMT26? „Media Rewilding“ und Journalismus als Beziehungsarbeit.

Unter der Moderation von Ella Schindler (Verlag Nürnberger Presse) diskutierten Alexander von Streit (Krautreporter), Anke Myrrhe (Tagesspiegel) und Lynn Nagy (Zeitungsverlag Waiblingen) zum Thema: Wie schafft Lokaljournalimus Community? 

💡 Best Practices aus der Branche
Wie gelebte Community-Arbeit in der Praxis aussieht, zeigen die drei Speaker mit ihren völlig unterschiedlichen, aber sehr erfolgreichen Ansätze:
  • Der Beziehungs-Ansatz (Krautreporter): Laut Alexander von Streit müsse Journalismus raus aus den digitalen Silos. Es geht darum, aktiv in die Begegnung mit der Zielgruppe zu gehen.
  • Das Newsletter- & Event-Phänomen (Tagesspiegel): Der Berliner „Checkpoint“-Newsletter setzt voll auf hyperlokalen Journalismus auf Augenhöhe. Aus der engen digitalen Bindung entstanden die Bühnenshow „Die Berlin-Revue“, die regelmäßig ausverkauft sind.
  • Die Pop-up-Redaktion (Zeitungsverlag Waiblingen): Um der gesellschaftlichen Spaltung nach der Pandemie entgegenzuwirken, zieht die Redaktion mitten in den Leerstand der Kommune. Vor Ort wird den Leser:innen, die in der Redaktion vorbeischauen, zugehört, erklärt und mit ihnen diskutiert.
📌 Die wichtigsten Key-Takeaways
  • Journalismus ist Beziehung: Es geht nicht mehr nur um das Senden von Informationen, sondern um den Austausch zwischen echten Menschen.
  • Präsenz schafft Vertrauen: Formate wie Pop-up-Redaktionen im städtischen Leerstand senken die Hemmschwelle und spülen regelmäßig neue Themen in die Redaktion.
  • Events als Strategie: Live-Veranstaltungen dürfen kein nettes "Extra" sein, sondern müssen als fester Bestandteil der Publikationsstrategie begriffen werden.
  • Leidenschaft entscheidet: Community-Arbeit lässt sich nicht verordnen. Wenn Redaktionen nicht spürbar gern in den Dialog gehen, bleibt der Erfolg aus.

Florentina Czerny

Wir verwenden sogenannte "Social Plugins" der Seiten Facebook, Twitter, YouTube und Instagram. Hier verwenden wir eine Zwei-Klick Lösung, bei der standardmäßig nur deaktivierte Inhalte eingebettet werden, die keinen Kontakt mit den Servern von Facebook & Co. herstellen. Erst wenn der Nutzer diese Inhalte aktiviert und damit seine Zustimmung zur Kommunikation mit Facebook, Twitter, YouTube, Instagram oder anderen erklärt, werden die Inhalte aktiv und stellen die Verbindung her. Ihre Einstellung speichern wir zudem dauerhaft in einem Cookie, so dass diese Inhalte nach Ihrer Zustimmung beim nächsten mal direkt geladen werden.

Externen Social Inhalte dauerhaft nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen