Der wirtschaftliche Druck auf den Lokalfunk wächst, Werbebudgets wandern zu globalen Plattformen ab und die Konkurrenz um Aufmerksamkeit ist riesig. Unter der Moderation von Jana Ballweber (Katholische Nachrichten-Agentur) diskutierte ein hochkarätiges #LMT26-Panel, wie der Lokalfunk neu gedacht werden muss.
📌 Die wichtigsten Key-Takeaways der Debatte:
Das unfaire Spielfeld: Der Rundfunk leidet unter Überregulierung, während Big Tech nahezu unreguliert agiert. Dr. Thorsten Schmiege (BLM) und Corinna Drumm (VÖP) forderten vehement ein Level Playing Field: Weniger Fesseln für den Rundfunk, striktere Regeln für Plattformen und die Sicherung der Auffindbarkeit (z. B. im Auto).
Radikale Kooperation: Die Ära der internen Grabenkämpfe ist vorbei. Um die Kosten für Zukunftstechnologien wie KI zu stemmen, müssen Medienhäuser Allianzen schmieden und Synergien bei non-lokalen Inhalten nutzen.
Loyalität schlägt Reichweite: Giulia Cresta (CH Media) und Marco Morocutti (RADIO NRW) betonten die Relevanz starker Markenbindung. Gesichter der Sender müssen via Social Media und Events sichtbar werden.
Erlösströme diversifizieren: Falk Zimmermann (Die Neue Welle) plädierte für Mut zu neuen Wegen: Neben Werbung gewinnen Subscriptions, IP-Angebote und Event-Vermarktung an Bedeutung.