„Wir verhalten uns so, als gebe es kein Morgen“: Denkanstöße gibt beim #RAS26 der Wirtschaftsphilosoph Anders Indset. Er will in Köln auf den „tomorrowmensch“ blicken. Und stellt in Frage, wie wir Deutschen mit unserer Zukunft umgehen. Nicht gut, ist der Tenor bei Indset, der das belegt mit Kurven aus der Vergangenheit, die uns hätten warnen müssen und es doch nicht getan haben ...
Mit der trägen Energiewende erklärt der Wirtschaftsphilosoph die denkwürdigen Gegenentwicklungen, darunter den ersten Niedergang der Solarenergie in Deutschland, den flauen Fortschritt bei der Windkraft, zumal die Deutschen lieber Trassen nach Norwegen als nach Bayern bauen würden, witzelt der Referent. Tief blickt er auf die E-Auto-Einführung, die auch dank „Dummheit“ lange verschleppt wurde, mit vielen Marken-Fehlern.
Steht für Possibilismus. Wir dürfen zukünften, wir dürfen etwas tun!
Er ruft zu „Possibilismus“ auf, bei der Frage, was in Zukunft kommt. Oder besser: Welche Zukunft ist erstrebenswert? Tun wir genug? Was, wenn wir unbegrenzt Zugriff auf Energie haben? Was passiert mit Quantencomputing? Wie gehen wir mit KI um? Können wir „zukünften?“
Indset: „Sicher ist: Es wird anders kommen und die Welt wird weitergehen. Ich habe nur eine Sorge: Dass wir nicht genug tun.“