Letztes Update:
20260422091833

Aktueller Alarmismus ist überzogen

07:38
22.04.2026
Adam Posen warnt im Panel vor einseitigen Abhängigkeiten in der Weltwirtschaft. Wenn man sich zu stark auf einzelne Anbieter verlasse – etwa bei der Chipproduktion auf Taiwan –, entstehe ein erhebliches Risiko. Europa müsse hier realistischer auf seine Verwundbarkeiten blicken. Gleichzeitig hält er den aktuellen Alarmismus für überzogen: Weder Trumps Handelspolitik noch der Krieg in der Ukraine hätten die Weltwirtschaft ins Wanken gebracht. Im „Großen und Ganzen“ laufe das System weiter stabil. -jl

Johann-Christoph Landgraf

Adam Posen, Präsident des Peterson Institut für International Economics Deutschland und Europa haben viel mehr Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, als sie selbst glauben. -jk 07:36
22.04.2026

Europa hat Einflussmöglichkeiten

07:35
22.04.2026
Adam Posen, Präsident des Peterson Institute for International Economics, zeigt sich überraschend optimistisch mit Blick auf die Zukunft der globalen Wirtschaftspolitik. Europa und insbesondere Deutschland hätten deutlich mehr Einflussmöglichkeiten, als sie sich selbst zutrauten. Gerade in einer Welt, in der viele Staaten zwischen den Machtblöcken USA und China verunsichert seien, könne Europa mit verlässlichen Regeln und Schutzmechanismen punkten. -jk

Jonas Klimm

US-Handelspolitik folgt Mafia-Logik

07:30
22.04.2026
Adam S. Posen beschreibt einen grundlegenden Wandel der amerikanischen Rolle. Bis 2016 hätten die USA als eine Art Absicherer der Weltwirtschaft fungiert, von dem auch Europa erheblich profitiert habe – etwa im Austausch für die Akzeptanz amerikanischer Militärpräsenz. Mit Trump sei dieses Modell aufgekündigt worden. Posen zufolge ähnelt die heutige US-Handelspolitik eher der erpresserischen Logik der Mafia: Wer Trumps Willen nicht nachkomme, werde mit Zöllen belegt. -jl

Johann-Christoph Landgraf