Letztes Update:
20260417175710

Zeit, wieder zu gestalten

12:52
17.04.2026
Zum Abschluss des Panels ruft Mikael Leyi, Generalsekretär von SOLIDAR, dazu auf, sich neu als politische Führung zu begreifen. Die Botschaft aus der Diskussion sei klar: Die Chancen seien da, die Ziele gesetzt, und auch an Lösungen mangele es nicht. Angesichts der Größe der Klimakrise brauche es jetzt vor allem gemeinsames Gestalten. Denn die Menschen wüssten längst, dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zerstören – und spürten die Folgen bereits ganz konkret. Gerade deshalb sei die sozial-ökologische Transformation das einzig wirklich sinnvolle progressive Projekt dieser Zeit. -fw

Felix Winnands

Nicht nur reparieren, sondern verändern

12:45
17.04.2026
Es reicht nicht, Märkte zu reparieren, man muss sie komplett verändern, sagt Mariana Mazzucato. Zu oft würden Unternehmen nur an die kurzfristigen Kosten von Klimainvestitionen denken und die langfristigen Gewinne außer Acht lassen. „Die Kosten des Nichtstuns sind höher als die Kosten des Handelns." Genau hier gebe es die Chance, für eine progressive Wirtschaftspolitik anzusetzen und das den Menschen zu erzählen. Doch der erste Schritt müsse sein, Arbeiter und Bürger mehr wertzuschätzen und ihnen mehr Mitsprache in ihrem Unternehmen, aber auch der Politik zu geben. Mazzucatos Appell: Wer liefern will, muss mutig gestalten statt nur verwalten. -nk

Niclas Kreft

Mariana Mazzucato, University College London Progressive Führung heißt, die Wirtschaft zu demokratisieren und sie nicht "dem Markt" zu überlassen. -nk 12:44
17.04.2026

Progressive Politik muss die Wirtschaft wieder gestalten

12:43
17.04.2026
Mariana Mazzucato, University College London, fordert eine progressive Form eine stärkere Demokratisierung der Wirtschaft. Politik, so ihre Kritik, spreche zu oft in abstrakten Begriffen wie „dem Markt“ und entferne sich damit von den realen Machtverhältnissen und den Alltagserfahrungen vieler Menschen. Für sie braucht es deshalb ein neues ökonomisches Denken, das die Grundlagen von Klima- und Industriepolitik neu fasst. Ein zentraler Punkt sei dabei, dass weiterhin zu wenig investiert werde, obwohl eine grünere Wirtschaft nur mit massiven öffentlichen und privaten Mitteln entstehen könne. Gerade in stark finanzialisierten Branchen wie Energie und Life Sciences profitierten Unternehmen oft von staatlicher Vorleistung, ohne ausreichend zur gesellschaftlichen Transformation beizutragen. Progressive Führung müsse diese Zusammenhänge offensiv benennen und wirtschaftspolitisch wieder stärker selbst gestalten. -nk

Niclas Kreft