Der Zählkrimi begann bereits gegen 18.25 Uhr. Da trudelten die ersten Ergebnisses ein. Die waren allerdings nicht belastbar, weil noch zu wenige Stimmen ausgezählt waren. Zeitweise hatte es da sogar ausgesehen, als würde es Jonas Gleich sogar im ersten Wahlgang schaffen. Doch das war nach der Auszählung von 9 von insgesamt 151 Gebieten. Nach 21 von 151 Wahlbezirken blieb Gleich mit 53,1 Prozent deutlich vorn. Oliver Hempfling landete da mit 18,8 Prozent nur ganz knapp hinter Markus Sesselmann von der AfD. Peter Wiesenmüller hatte da mit 10,2 Prozent gerade ein zweistelliges Ergebnis. Auf und ab ging die Achterbahn. Um 18.34 fiel Jonas Gleich erstmals wieder unter die so wichtige 50 Prozent-Marke, die eine Stichwahl erforderlich machen würde.. Oliver Hempfling setzte sich leicht ab von seinem AfD-Konkurrenten, konnte aber nicht zum Führenden aufholen. Im Minutentakt änderte sich die Situation.
Mit jedem Stimmbezirk, der hinzugekommen ist, wurde das Bild allerdings klarer. Schnell zeichnete sich ab, dass SPD-Kandidat Peter Wiesenmüller wohl mit dem letzten Platz aus dem Rennen gehen würde. Nach einem Drittel ausgezählter Bezirke blieb Jonas Gleich mit 49,5 Prozent knapp unter der Hälfte. Oliver Hempfling hatte auf 20 Prozent aufgeholt, Markus Sesselmann hatte sich bei 17,6 Prozent gefunden und Peter Wiesenmüller lag bei 12,9 Prozent. Das hielt sich bis gut nach der Hälfte in etwa, was das Spitzen-Duo anging. Markus Sesselmann musste einige Punkte abgeben, landete zwischen durch bei 15,1 Prozent. Peter Wiesenmüller gewann leicht hinzu, kam auf 13,5 Prozent.. Das waren allerdings immer noch rund sechs Prozent weniger als Theresa Weith für die Sozialdemokraten 2020 gegen den „Überflieger“ und langjährigen Amtsinhaber Klaus Peter Söllner geholt hatte.
Melitta Burger