Drittmeiste Stimmen hat Tim Krause von der AfD bekommen. Er sammelte aus dem Stand 12 Prozent. „Gemessen an den Rahmenbedingungen“ sei das ein gutes Ergebnis. Krause räumt ein, der „am wenigsten bekannte Kandidat“ gewesen zu sein. Er klagt aber auch über eine Medienkampagne gegen seine Person. „Gut 60 Prozent“ hätten sich für Parteien des „bürgerlichen Spektrums“ entschieden. Damit meint Krause CSU und AfD, in Teilen auch FAB und Freie Wähler – die SPD zählt Krause nicht dazu.
Eine Wahlempfehlung für die CSU in der kommenden Stichwahl bedeute das aber nicht. Er schließt dies aber auch nicht aus. „Das hängt davon ab, wie sich die CSU in den kommenden Wochen uns gegenüber verhalten wird.“ Für die Stadtratswahl hofft Krause auf sechs Sitze. Das sei eine „realistische Zielvorgabe“. Krause steht allerdings nicht auf der Liste. Die Frage, wie es für ihn persönlich weitergeht, oder ob er sich in der Region weiter kommunalpolitisch engagiert, lässt er offen. „Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werde ich das bekannt geben.“
Nils Hermsdörfer