Letztes Update:
20260306055716

Iran weitet Angriffsziele aus - Nato alarmiert

05:39
06.03.2026
Irans Kampfkraft ist nach US-Einschätzung erheblich geschwächt - dennoch weitet Teheran den Krieg im gesamten Nahen Osten weiter aus. Nach dem Abfeuern einer Rakete auch auf die Türkei erhöht die Nato die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Dies sei vom Befehlshaber des Nato-Luftstreitkräftekommandos angeordnet worden, teilte der Sprecher des militärischen Nato-Hauptquartiers am Abend mit. Derweil setzen die USA und Israel ihre Angriffe im Iran fort. „Wir haben keinen Mangel an Munition“, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. „Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg“, sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben des US-Präsidenten nicht.

Manuela Kanies

Globale Energiemärkte leiden unter Krieg

05:29
06.03.2026
Die globalen Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten aktuell stark beeinträchtigt. Sorge bereitet vor allem die Lage an der Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des globalen Ölhandels geht. Der Schiffsverkehr durch die Wasserstraße ist nahezu zum Erliegen gekommen.

US-Präsident Donald Trump hatte Indien im vergangenen Jahr wegen dessen Ölgeschäften mit Russland mit Strafzöllen belegt, um die wirtschaftliche Basis des Kremls angesichts des andauernden Kriegs in der Ukraine zu schwächen. Jüngst hob Trump die Zölle aber auf und begründete das damit, dass Indien Schritte unternommen habe, um den Import von russischem Öl einzustellen.

Manuela Kanies

USA: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen

05:28
06.03.2026
Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.

Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. «Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen», betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei. Der Finanzminister sprach von einer «Überbrückungsmaßnahme», die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten des Irans entstehe. 

Manuela Kanies