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Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel

03:17
01.03.2026
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht. „Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten“, schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der „Washington Post“.

Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. „Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf“, schrieb er weiter.

Robert Mohr

Menschen in den USA gehen nach Iran-Angriffen auf die Straße

02:10
01.03.2026
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran haben sich in den Vereinigten Staaten in mehreren Städten Menschen auf den Straßen versammelt. Größere Demonstrationen fanden unter anderem in Washington, New York und Los Angeles statt. Teils kritisierten die Demonstrierenden das Vorgehen der USA und forderten Frieden für die Region. Andere feierten dagegen den Schlag gegen die iranische Führung.

In der Hauptstadt Washington war bei den Protesten auch eine überlebensgroße Figur von US-Präsident Donald Trump zu sehen, die in Häftlingskleidung durch die Straßen ging - über ihr ein großer Schriftzug, der eine Amtsenthebung Trumps fordert.

Andere feierten den Tod des Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei. „Ich möchte weinen. Ich möchte schreien. Ich möchte tanzen. Ich möchte lachen – aber vor allem möchte ich einfach nur feiern“, zitierte die „New York Post“ einen Demonstranten aus Los Angeles. Dem Bericht zufolge gingen in der Stadt Hunderte Menschen auf die Straße, um die Angriffe auf den Iran zu feiern. Die Stadt ist ein Zentrum der iranischen Diaspora in den USA.

Robert Mohr

Iranische Staatsmedien bestätigen Tod Chameneis

01:59
01.03.2026
Iranische Staatsmedien haben den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Er sei als „Märtyrer“ getötet worden, berichteten unter anderem die iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump den Tod Chameneis verkündet. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social.

Das sei die „größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern“, betonte Trump. Er kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

Bereits zuvor war nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören.

Robert Mohr